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Mit Puppen und Nebelmaschine

Herbstabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Mecklenbeck

Münster-Mecklenbeck / Albachten

Als gegen 19.30 Uhr der Melder geht, ist Löschzugführer Marc-André Freund von der Freiwilligen Feuerwehr Mecklenbeck bereits am Einsatzort. Denn Freund leitete die so genannte Herbstabschlussübung des Löschzuges, bei der eine Explosion in einer Fabrikhalle nachgestellt wurde.

Von Kerstin Adass

Nur wenige Minuten nach dem Alarm waren bereits die ersten Feuerwehrleute auf dem Gelände. Foto: Kerstin Adass

Als der Melder gegen 19.30 Uhr losgeht, ist Löschzugführer Marc-André Freund von der Freiwilligen Feuerwehr Mecklenbeck bereits am Einsatzort. Denn Freund leitet am Freitagabend die sogenannte Herbstabschlussübung des Löschzuges. „Jedes Jahr machen wir als Jahresabschluss eine Übung und laden dazu meist zwei benachbarte Löschzüge ein“, erklärt er.

Bei der Übungsplanung rechnete er mit ungefähr 40 Einsatzkräften und sechs Feuerwehrfahrzeugen. Als die Löschzüge Mecklenbeck, Albachten und Roxel an der Hansalinie eintreffen, gibt es dort einiges zu beachten.

Mit schauspielerischer Hilfe der Jugendfeuerwehr und zwei Menschenpuppen hatte Marc-André Freund in einer Fabrikhalle eine Explosion nachgestellt. Nun, so die Szenerie, gab es verletzte und vermisste Personen. Außerdem lag eine der Puppen in Chlor. Dies sei eine „ABC-Lage“, also eine atomare, biologische oder chemische Gefahr, erklärte Freund. Von seinen Kameradinnen und Kameraden erwartete er ein geordnetes Vorgehen.

Trupps zur Menschenrettung

Dabei sollten zunächst die Lage erkundet und Trupps zur Menschenrettung eingesetzt werden. Außerdem mussten weitere Einsatzkräfte eingeteilt werden, um den simulierten Brand zu löschen und die Halle von Rauch zu befreien. „Wir versuchen, möglichst große Situationen darzustellen, die auch realistisch sind“, so Marc-André Freund.

Nur wenige Minuten nach dem Alarm war bereits der Löschzug Mecklenbeck auf dem Gelände. Brandoberin­spektor Ernst Lange übernahm die Einsatzleitung und fasste knapp zusammen: „Mindestens eine Person vermisst, beißender Geruch.“ Dann begann für die drei Löschzüge eine Stunde voller Arbeit. Nachdem die Personen und Puppen geborgen waren, kam die Drehleiter zum Einsatz. Damit wurde das Dach beobachtet, um sicherzustellen, dass sich der „Brand“ nicht ausbreitete. Im Ernstfall hätte die Freiwillige Feuerwehr dort außerdem ein Loch geschaffen, um den Rauch aus der Halle zu leiten. Auch die Brandbekämpfung musste schnell gehen, denn, so Marc-André Freund: „Bei einem echten Feuer wäre die Decke auf jeden Fall irgendwann runtergekommen.“

Einsatz der Nebelmaschinen

Den Einsatz zweier Nebelmaschinen hatte der Übungsleiter bereits bei der Berufsfeuerwehr angemeldet, falls jemand deswegen die Leitstelle alarmieren sollte. Das, schmunzelte Freund, sei bei fast jeder Übung der Fall. Und da in einer realen Situation die Gefahr einer Rauchvergiftung bestünde, betraten die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner auch während ihrer Übung die Halle mit Atemschutzgeräten.

Im Anschluss an die Übung folgte direkt eine Evaluationsrunde. „Das ging mir teils noch etwas zu langsam“, sagte Ernst Lange, „aber es war natürlich auch nicht einfach.“ Trotzdem sei er stolz auf seine Kameradinnen und Kameraden, unter denen auch einige junge Feuerwehrleute waren. Marc-André Freund stimmte ihm zu, dass man an ein paar Stellschrauben drehen könne, um noch besser auf große Einsätze vorbereitet zu sein. Und genau dies, so Freund, sei der Sinn einer solchen Übung.

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