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Reise zu Atomen, Protonen und Quarks

Professor der Kinderuni hält an Peter-Wust-Schule eine Vorlesung rund ums Universum

Münster-Mecklenbeck

Ein kleines bisschen mehr über den Urknall, das Sonnenlicht und unsichtbare Wärmestrahlung – all das erfuhren die Viertklässler der Peter-Wust-Schule von einem Kernphysiker der Uni Münster, der bei ihnen zu Gast war.

Von Doerthe Rayen

Prof. Dr. Christian Klein-Bösing (M.) besuchte mit seiner Doktorandin Tabea Edler (r., in blau) im Rahmen des „Klasse!“-Projektes die Viertklässler der Peter-Wust-Schule. Foto: D.Rayen

Es ging um die zentralen Fragen der Menschheit: Woraus besteht die Welt? Welche Farbe hat das Universum? Und was liegt eigentlich dahinter? Nach 45 Minuten wussten die Viertklässler der Peter-Wust-Schule ein kleines bisschen mehr über den Urknall, das Sonnenlicht und unsichtbare Wärmestrahlung – dank Prof. Dr. Christian Klein-Bösing.

Der Kernphysiker der Universität Münster war zu Gast in Mecklenbeck und nahm die „Klasse!“-Klassen gemeinsam mit Doktorandin Tabea Edler mit auf eine Reise zu Atomen, Protonen und noch viel kleineren Bauteilen unserer Materie, den sogenannten Quarks. Die sind winzig, 100 000 mal kleiner als ein Atomkern.

Experten aus aller Welt reisen nach Genf

Wissenschaftler haben es inzwischen geschafft, den sogenannten Urknall, mit dem vermutlich alles einmal angefangen hat, im Labor zu simulieren. Und zwar im berühmten Teilchenbeschleuniger, der kurz LHC genannt wird. Aus aller Welt reisen die Experten nach Genf, um Messungen vorzunehmen.

Für den sogenannten „ALICE-Detektor“ des Beschleunigers haben Wissenschaftler der WWU Münster 18 Module gebaut. Die Experten aus Münster sind deshalb häufig vor Ort, wenn die Kerne der Bleiatome durch den 27 Kilometer langen unterirdischen Tunnel geschossen werden.

Atome fliegen durch den Tunnel

Die Geschwindigkeit der Atome ließ die Kinder staunen. In einer Sekunde fliegen die Atome 11 000 Mal durch den Tunnel. Der Detektor ist dabei so schwer wie der Eiffelturm in Paris. „Es dauert drei Tage, bis seine wuchtigen Türen geschlossen sind und Atome auf die Reise geschickt werden können“, berichtete der Professor und erntete erneut ungläubiges Staunen.

Licht mit verschiedenen Wärmestufen

Mitreden konnten die Viertklässler, als es um die Farben des Regenbogens ging. Dass sie sich mit Sonnencreme vor dem unsichtbaren ultravioletten Licht schützen sollen und Licht verschiedene Wärmestufen besitzt, hatten die Mecklenbecker Grundschüler natürlich schon gehört. Aber dass Licht an den kleinsten Bausteinen schüttelt und diese dabei Licht aussenden?

Die Mädchen und Jungen waren beeindruckt – haben nun aber ein Bild vor Augen. Denn mit dem Kernphysik-Experten starteten sie eine La-Ola-Welle. Einmal langsam, einmal schnell. Alle schüttelten sich – und strahlten.

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