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Schmelter-Cup

Turnier mit 2000 Sportlern

Münster-Mecklenbeck

Volles Haus bei Wacker Mecklenbeck. Auf der Sportanlage gab es auch beim Serviceteam einiges zu tun.

Claus Röttig

Die Hitze staute sich unter dem kleinen Dach am Sportplatz von Wacker Mecklenbeck. Denn dort waren neben einem großen Grill, auf den auf Anhieb über 60 Würstchen passten, auch gleich die passenden Fritteusen aufgebaut. Aus den kleinen und großen Fetttöpfen stiegen die Schwaden auf, während die Hungrigen zur Mittagszeit in Strömen vom Fußfallfeld kamen und Pommes und Grillgut orderten. Und das waren nicht wenige: Denn der traditionelle Schmelter-Cup wurde bei Wacker wieder ausgetragen, und rund 2000 Sportler tummelten sich auf der Anlage des Sportvereins.

Doch für Nils Sandner und Stefan Klein war das kein Problem: Routiniert schwenkte Klein die Pommes in dem heißen Fett, während er mit der anderen Hand das Gewürz über die Kartoffelstäbchen verteilte. Sandner hatte im Gegenzug die Grillzange fest im Griff, wendete und drehte unentwegt. Dabei hätte er eigentlich eine ganz andere Aufgaben: „Meine Mutter hat Geburtstag, da wird heute gefeiert.“ Aber sie habe Verständnis: „Kaffee und Kuchen gibt es eh erst am Nachmittag, bis dahin soll ich grillen. Hat sie gesagt“, erzählte der Krankenpfleger, der extra aus dem Ruhrpott angereist war, um Wacker zu unterstützen.

In der Zwischenzeit wurde es sportlich – und heißer. Klein kam zumindest ein bisschen ins Schwitzen. „Ich mache das nun schon das siebte Jahr in Folge – und es macht immer wieder Spaß.“ Mittlerweile sei es auch ein eingespieltes Team, es werde von Jahr zu Jahr besser. „Am Anfang gab es beispielsweise noch ein ganz lange Schlange, von der Grillhütte bis zum Spielfeld.“ Das habe man dringend abstellen müssen. „Da hatten wir sozusagen Optimierungsbedarf.“ Doch das habe man schnell in den Griff bekommen. „Mittlerweile haben wir eher das Problem, wie wir so viele Vorräte kühlen“, so Klein, der eigentlich in der IT-Branche zu Hause ist. „Immerhin gehen an so einem Wochenende 600 Kilo Pommes über den Tresen.“

In der Zwischenzeit schaute auch immer mal wieder Christian Hotho vorbei: Er hatte die Organisation des Schmelter-Cups mit übernommen, kümmerte sich um alles außerhalb des Sports. „Wir haben eine unglaubliche Resonanz, Mannschaften kommen aus Holland und dem Ruhrgebiet“, berichtete er.

In den vergangenen 14 Jahren, in denen es nun schon den Schmelter-Cup gebe, habe sich das Turnier sehr viel weiter entwickelt. „Damals mussten wir noch werben, heute haben wir eine Warteliste mit Mannschaften“, so Hotho.

Das merkte auch die Mannschaft hinter dem Grill: Denn es ging weiter heiß heran den Kohlen. „Ich glaube, man muss für so etwas geboren sein“, sagte Klein, während er mit routinierten Griffen schon die nächste Großpackung Pommes in eine Plastikschale umschüttete. „Aber in der Gemeinschaft macht es einfach Spaß.“ Nils Sandner ergänzte: „Vielleicht sieht man sich das ganze Jahr nicht, aber dann kommt man doch zusammen.“

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