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Verkehrsader endlich frei von Staus

Ein Fest zur Eröffnung der Heroldstraße

Münster-Mecklenbeck

Es ist vollbracht: Nach rund vierjähriger Bauzeit wurde Mittwoch der neuerbaute Teil der Mecklenbecker Heroldstraße für den Verkehr freigegeben. Eigens dazu fand vor Ort ein kleines Fest statt, bei   dem rund 300 Interessierte dabei waren.

Von Thomas Schubert

Die symbolische Schranke nach oben: ei einem kleinen Fest auf der neuerbauten Straße wurde von zahlreichen Offiziellen und Gästen – darunter auch NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes (M.) – das Signal für die Freigabe des neuen Teils der Heroldstraße gegeben. Foto: ah

Es war ein freudiger Anlass, und so mancher wollte augenscheinlich gern dabei sein: Mit einem kleinen Fest, an dem rund 300 Bürgerinnen und Bürger teilhatten, wurde am Mittwochmittag  vor Ort die Freigabe des neuen Teils der Heroldstraße nebst dazugehöriger Bahnunterführung gefeiert. Eigens dazu war aus Düsseldorf Landesverkehrsministerin Ina Brandes angereist.

Bevor von zahlreichen Offiziellen – darunter Oberbürgermeister Markus Lewe, Stadtbaurat Robin Denstorff, Anwohner Helmut Goebel, sowie die beiden Projektleiter Jürgen Teigelmeister (Stadt) und René Magill (Deutsche Bahn) – eine symbolische Schranke zur Straßeneröffnung emporgezogen wurde, waren Grußworte angesagt.

Als Gast war NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes aus Düsseldorf angereist, um gemeinsam mit Oberbürgermeister Markus Lewe und anderen Gästen die Eröffnung zur feiern. Foto: sch

Lob und Anerkennung für Helmut Goebel

Sowohl OB Lewe als auch Ministerin Brandes sparten nicht mit Lob und Anerkennung für Helmut Goebel. Der 97-jährige Mecklenbecker hatte sich seit den 1990er-Jahren mit seinem Verein „Initiativkreis Bahnhof Mecklenbeck“ beharrlich dafür eingesetzt, den Dauerstaus vor den Bahnschranken in der Heroldstraße ein Ende und dem Großprojekt den Weg zu bereiten.

Die Verlegung der Heroldstraße mit dem Bau der Bahnunterführung sei ein wesentlicher Beitrag zur Entlastung der Verkehrssituation im Westen Münsters, hob Lewe hervor. Es sei ein Glücksfall, dass die Deutsche Bahn und die Stadt das Projekt gemeinsam umgesetzt hätten, was nicht zuletzt auch Goebels Engagement zu verdanken sei. Die neue Heroldstraße bündele den Verkehr und sei zugleich Anreiz, den anliegenden Schienenhaltepunkt Mecklenbeck zu nutzen.

Bahnübergänge waren fast ein Drittel des Tages über geschlossen

Sie sei angetan davon, wie reibungslos das im Februar 2018 begonnene Mammutprojekt über die Bühne gegangen sei, tat Verkehrsministerin Ina Brandes kund. Vorbei seien die Zeiten, in denen die Bahnübergänge an der Heroldstraße fast ein Drittel des Tages über geschlossen gewesen seien. Maßgeblich dazu beigetragen habe Helmut Goebel, der die Idee zur Lösung des Missstands gehabt, alle an einen Tisch geholt und geholfen habe, Barrieren abzubauen. Und an seine Adresse gerichtet hieß es: „Wir brauchen ganz, ganz viele von Ihrer Sorte!“

Helmut Goebel (M.) und Stadtbaurat Robin Denstorff im Gespräch. Foto: sch

Tränen in den Augen

Goebel selbst, dem ob des freudigen Ereignisses wiederholt Tränen in den Augen standen, wies darauf hin, dass es sich gelohnt habe, jahrzehntelang mit dem „Initiativkreis Bahnhof Mecklenbeck“ und breiter bürgerschaftlicher Unterstützung für die Beseitigung der Bahnübergänge an der Heroldstraße zu kämpfen: „Seit 1953 habe ich das Theater mit den ständig geschlossenen Schranken miterlebt.“ Es gehöre zum Glück endlich der Vergangenheit an.

Projektkosten von rund 30 Millionen Euro

Im Zuge des Projekts, dessen Kosten bei rund 30 Millionen Euro liegen, wurde die Heroldstraße auf ihrer Südseite parallel der Bahnlinie auf einer Länge von rund 800 Metern nach Osten zum Knotenpunkt Weseler Straße/Meyerbeerstraße weitergeführt. Eine Unterführung, ein Trogbauwerk, sorgt auf Höhe des Mecklenbecker Stadtbereichszentrums und des Schienenhaltepunkts schließlich dafür, dass der Verkehr die Bahnlinie unterqueren kann. Das machte es möglich, dass die Bahnübergänge am Mittwoch dauerhaft geschlossen werden konnten.

Gegen 15 Uhr wurde der neue Teil der Heroldstraße offiziell für den Verkehr freigegeben. Zusammen mit Ina Brandes, Markus Lewe und etlichen anderen Gästen wurde Helmut Goebel zuvor noch die Ehre zuteil, den Fuß- und Radweg durch die Unterführung erstmals offiziell zu durchschreiten.

Kommentar zur Eröffnung der Heroldstraße

Rund ein Jahr lang noch Restarbeiten

Auch wenn die neue Heroldstraße eröffnet ist und die Bahnschranken unten bleiben – rund ein Jahr lang soll es vor Ort noch Restarbeiten geben: Unter anderem stehen eine Lückenschließung in der Lärmschutzwand, die Erneuerung der Brücke über den Getterbach an der alten Heroldstraße und nicht zuletzt die Sanierung des Straßenabschnitts vom Hafk­horst bis zur Einmündung in die neue Heroldstraße an.

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