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Traditioneller Gang zum Ehrenfriedhof

Allerheiligen für den Frieden beten

Münster-Nienberge

Wie jedes Jahr an Allerheiligen fand auch an diesem Sonntag der Messdienergang der Gemeinde St. Sebastian zum Ehrenfriedhof Haus Spital, im Volksmund „Russenfriedhof“ genannt, statt.

Lasse Kopf

Die Teilnehmer der Wanderung zum Ehrenfriedhof trafen sich zunächst am Nienberger Friedhof an der Altenberger Straße. Foto: Lasse Kopf

Tradition verpflichtet: Wie jedes Jahr an Allerheiligen fand auch an diesem Sonntag der Messdienergang der Gemeinde St. Sebastian zum Ehrenfriedhof Haus Spital, im Volksmund „Russenfriedhof“ genannt, statt. Die Ruhestätte entsprang aus einem Kriegsgefangenenlager des Ersten Weltkriegs und beherbergt über 800 größtenteils russische Soldaten beider Weltkriege.

Die Wanderung zur Kriegsgräberstätte wurde 1953 vom Nienberger Pfarrer Carl Neuendorff nach dessen Erfahrungen in Russland ins Leben gerufen.

Seit seiner Einführung vor 67 Jahren sei der Gang trotz teils übelsten Wetters kein einziges Mal ausgefallen, so Pastoralreferent Reinhard Kemper. Kemper, der inzwischen zum 25. Mal an dem Gedenken teilnahm, betonte, dass es bei dem Gang im Besonderen um Völkerverständigung und das Erinnern an die Vergangenheit gehe. „Ein Mal im Jahr ganz bewusst für den Frieden zu beten“, sei ihm wichtig.

An der Wanderung nahmen zehn der diesjährigen Firmlinge teil, die sich im Rahmen ihres Projekts „Wege auf dem Weg zum Frieden“ mit der Allerheiligenwanderung auseinandergesetzt hatten. Als Überraschungsgast schloss sich noch ein Bruder aus dem münsterischen Kapuzinerkloster der Gemeinschaft an.

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