SCN bekommt Kunstrasenplatz

Baubeginn an der Feldstiege

Münster-Nienberge

Läuft alles nach Plan, dann können die Fußballer des SC Nienberge bereits in rund drei Monaten auf einem Kunstrasenplatz kicken. Zur Finanzierung des Projekts werden noch Spender gesucht.

Von Hubertus Kostund

Der Kunstrasen kommt: Über den Beginn der Arbeiten freuen sich (v.l.) vom SCN-Vorstand Manfred Wilhelmer, Uli Riemann, Astrid Markmann und Reinhard Goecke. Mit einem Flyer werben sie noch einmal um Spenden. Foto: hko

Jetzt geht’s los mit dem Kunstrasen auf dem Gelände des Sportclubs Nienberge (SCN): Bereits am Freitag vor Pfingsten rollte ein Bagger an, der eine Schicht Erde am Rand des Tennenplatzes abtrug und die folgenden Arbeiten vorbereitete. Für die SCN-Verantwortlichen war das wie der erste „Spatenstich“. Ein Teil des Vorstandes war deshalb dabei, um dem Vorhaben viel Glück zu wünschen.

Die Freude über den Baubeginn für den lang ersehnten Kunstrasenplatz war deutlich spürbar. Die Umwandlung der rund 7000 Quadratmeter großen Fläche an der Feldstiege von „Asche“ zum Kunstrasen soll etwa drei Monate dauern.

Rückblick: Der Tennenplatz (auch als „Ascheplatz“ bezeichnet) musste vor etwa elf Jahren saniert werden. Erforderlich waren eine neue Ascheschicht und die Säuberung der Drainage. Etwas später gab es Überlegungen, mittelfristig einen Kunstrasen aufzutragen und dadurch die Nutzung der Sportanlage zu verbessern. So werden ganzjähriges und wetterunabhängiges Spielen und Trainieren möglich.

Kunstrasen macht Verein konkurrenzfähig

Damals habe sich bereits bemerkbar gemacht, dass Fußballspieler zu anderen Vereinen „abgewandert“ seien, um bessere Trainingsmöglichkeiten zu haben, sagt Astrid Markmann, die erste Vorsitzende des SCN. „Der Kunstrasen macht uns konkurrenzfähig“, ergänzt der zweite Vorsitzende Manfred Wilhelmer. Das gilt nicht nur für Fußball. Auch die Breitensportabteilung wächst und hat die Möglichkeit, den neuen Rasen zu nutzen.

Die Umwandlung des Geländes kostet rund 680 000 Euro. Den ganz überwiegenden Teil finanziert die Stadt aus öffentlichen Mitteln. Mit 53 000 Euro muss sich der Verein beteiligen. Eine Spendenaktion fand bereits „beachtliche Resonanz“, betont Astrid Markmann und dankt den Firmen, Vereinen und allen, die durch private Spenden das Kunstrasenprojekt unterstützen. Ein Stück Kunstrasen kann immer noch virtuell in Form einer Patenschaft erworben werden.

Fußballturnier zur Eröffnung geplant

Für die Einweihung gibt es bereits Pläne. Im September soll der neu gestaltete Platz mit einem Fußball-Turnier eröffnet werden – „als Auftakt zu einem Jubiläumsfest“, sagt Astrid Markmann. Gefeiert wird ein besonderes Ereignis: Der Nienberger Sportverein blickt auf 75 Jahre zurück. Corona ließ die verlässliche Planung einer Jubiläums-Veranstaltung bisher nicht zu. „Einige Ideen dazu, wie das Jubiläum gefeiert werden könnte, haben wir schon seit vielen Monaten“, betont Manfred Wilhelmer. Daraus soll jetzt ein konkretes Programm werden.

Anfang des Jahres hatte die erste Vorsitzende von einem „großen Wunsch“ gesprochen, den Kunstrasenplatz im Jubiläumsjahr mit einem Fest eröffnen zu können. Jetzt sind die Verantwortlichen davon überzeugt, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht. Das „großzügige Geburtstagsgeschenk“ – sprich: die öffentliche Finanzierung – gibt es bereits.

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