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Vortragsabend des Heimatvereins über Häger

„Bauerschaft ist ein Juwel unterhalb des Vorbergs-Hügels“

Münster-Nienberge

Von einem „Juwel unterhalb des Vorbergs-Hügels“ war die Rede: Beim jüngsten Vortragsabend des Nienberger Heimatvereins ging es um den Stadtteil Häger. Und das zog jede Menge Hägeraner ins Kulturforum.

Von Hubertus Kost

Foto: hko

Die jüngste Veranstaltung des Heimatvereins Nienberge im Kulturforum hatte durchaus den Charakter eines großen Familientreffens: Das Thema „Die Nienberger Bauerschaft Häger: Ihre Geschichte, ihre Einwohner, ihre Häuser“ führte ganz überwiegend Teilnehmer aus Häger zusammen, die sich alle kennen oder sogar über Generationen hinweg miteinander verwandt sich.

Reinhold Klumpe hielt mit Komplimenten zu Häger nicht zurück: „Ein Juwel unterhalb des Vorbergs-Hügels“ nannte er die ehemalige Bauerschaft. Vielleicht hatte der Vorsitzende des Nienberger Heimatvereins, der sachkundig und mit vielen „Dönekes“ durch den kurzweiligen Abend führte, die Sache mit dem Juwel in alten Unterlagen gelesen oder davon gehört. Jedenfalls kam es gut an. In Heimatgeschichte kennt sich der pensionierte Grundschulleiter hervorragend aus. Und was Häger betrifft, so ging er dort in die Volksschule, die sein Vater viele Jahre lang leitete.

Aufnahmen aus den Anfangsjahren der Fotografie

Seinen Vortrag untermalte Klumpe mit einer Reihe von Fotos, die im Original zum Teil aus den Anfangsjahren der Fotografie stammen. Familienfotos von Hochzeiten, Taufen, aus dem Arbeitsleben auf den Bauernhöfen, von Schützenfesten mit Königen und Königinnen, mit alten und aktuellen Bildern aus der Bevölkerung und mit Hofanlagen und Häusern. Das Publikum freute sich über die Lichtbilder mit Nachbarn, Freunden und Verwandten aus alter und neuer Zeit, dazu gab es spontane Äußerungen: Das Dorf Häger als Gemeinschaft.

Ganz persönliche Erlebnisse konnte auch Rudolf Tegeler besteuern. Sein Großvater August war Schmied und dessen Schmiede in der Nähe des Bahnhofs so etwas wie ein Treffpunkt für die Kommunikation. Ebenso das Gasthaus, das es (wie die Schmiede) nicht mehr gibt. Die städtebauliche Rahmenplanung für Häger, die – wie berichtet – in der vergangenen Woche vorgestellt wurde, macht wieder Hoffnung auf öffentliche Begegnungsmöglichkeiten: Eine attraktive Ortsmitte soll entstehen.

Der Ratsherr und Nienberger CDU-Vorsitzende Meik Bruns fasste seine Eindrücke über die Präsentation des Heimatvereins in dem Satz zusammen: „Häger ist ein Beispiel dafür, wie sich ein Ortsteil gut entwickelt und dabei seinen dörflichen Charakter bewahrt.“

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