1. www.wn.de
  2. >
  3. Muenster
  4. >
  5. Nienberge
  6. >
  7. Der Weg durch das Maislabyrinth

  8. >

Einladung zum Familientag

Der Weg durch das Maislabyrinth

Münster-Nienberge

Einen Familientag im Maislabyrinth zu gestalten – so lautete die Aufgabe, die die Klasse LS2 der Fachschule für Agrarwirtschaft Wolbeck im Rahmen eines Schulprojektes plante.

Anke Sundermeier

Jakob, Philipp und David (v.l.) stehen startklar vor dem Eingang des Labyrinths. Mit ihrer Mutter Nina wollen sie die acht Stationen der Wissensrallye im Maislabyrinth suchen und die Fragen rund um die Landwirtschaft beantworten. Nach dem Gang lockt eine Pause im Blumen- und Kräuterfeld (kl. Bild). Foto: Anke Sundermeier

Am Sonntag sollte sich dann in Nienberge auf dem Hof Stertmann zeigen, ob die Planungen der 20 angehenden Agrarbetriebswirte der Realität standhalten.

Bereits mit der Verkehrsabsicherung an der Altenberge Straße und dem Hinweis, dass Fußgänger die Straße aufgrund der Öffnung des Maislabyrinthes kreuzten, schlugen die angehenden Agrarbetriebswirte zwei Fliegen mit einer Klappe. Etliche, zufällig mit dem Rad oder Auto Vorbeifahrende, nahmen die Gelegenheit zu einem Abstecher ins Maislabyrinth wahr.

Zufriedene Gesichter und sehr positive Kommentare gab es von den Besuchern. „Mama, das war toll und hat Spaß gemacht“, äußerte sich beispielsweise die sechsjährige Amelia aus Altenberge. Ihr schloss sich der Nienberger Kirchenmusiker Markus Schröder mit positiven Kommentaren zur Organisation und der Idee „Landwirtschaft und Natur aktiv erleben“ an. Dazu hätten nicht nur das Maislabyrinth, sondern auch die vielen kleinen und großen liebevoll gestalteten Plätze zum Verweilen und Entspannen im Blumen- und Kräuterfeld beigetragen.

Dass es Besucher nicht nur aus den angrenzenden Kreisgebieten Coesfeld, Warendorf, Borken und sogar aus Unna zu ihrem Öffentlichkeitsprojekt zog, überraschte laut Hendrik Meier nicht nur ihn und die Klassenkameraden sondern auch seine Tante Beatrix und seinen Onkel Karl-Josef Stertmann auf dessen Hof der 20-jährige Auszubildende lebt und aufgrund deren Einverständnis das Maislabyrinth von den Jugendlichen auf einer einen Hektar großen Fläche errichtet werden konnte.

Ein halbes Jahr im Voraus galt es organisatorisch aber auch praktisch viel umzusetzen. Insektenhotels wurden gebaut, eine didaktisch aufgearbeitete Wissensrallye mit Fragen zur Landwirtschaft entworfen, ein Budget sowie ein Refinanzierungs- und Projektablaufplan entwickelt. Der startete bereits mit dem Bestellen des Feldes.

Wegen der Wegführung und Bewuchsdichte, durfte der Mais nicht wie üblich in Reihen stehen, sondern musste über Kreuz gelegt werden. Als dann der Mais aufgegangen war, spannten die Fachschüler nach einem selbst ausgearbeiteten Labyrinthmuster die Gehwege zum anschließenden Freihacken ab. Geplant war ein Rasen auf der Bodenfläche der Labyrinthwege. „Wegen der vorausgegangenen Wetterlage, war die Grasnarbe nicht dicht. Daher disponierten wir kurzfristig um und streuten am Vorabend der Eröffnung alles mit Stroh ab“, berichtet Fachschüler Felix Niehoff. Am Abend zogen die Fachschüler eine positive Projektbilanz: Ein breites Spektrum unerwarteter und durchweg zufriedener Gäste – das mache Lust auf eine Wiederholung.

Startseite