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Windhundrennen im Waltruper Forst

„Ein echtes Familienereignis“

Münster-Nienberge

Jeder Start war ein Erlebnis: Hundebesitzer aus ganz Deutschland waren beim Jederhundrennen des Windhundrennvereins Münster mit von der Partie. Die Vierbeiner zeigten auf der Sandbahn ihr ganzes Können.

Siegmund Natschke

 Nikolaus Wagner (rechts) und Schwester Melissa Wagner (links) besuchten mit ihren Hunden die Windhundrennbahn in Nienberge. Foto: sn

„Die Hunde laufen gerne, und die Besitzer sind ehrgeizig“, so fasste es Maik Stanczyk, Vorsitzender des Windhundrennvereins Münster zusammen. Gemeint ist das Jeder-hundrennen auf der vereinseigenen Anlage, die recht idyllisch zwischen Nienberge und Altenberge gelegen ist. „Perfekte Bedingungen“ für die Rennen gebe es heute, konstatierte Stanczyk. Die Vierbeiner waren wohl derselben Meinung.

Sonst laufen hier stets die Windhunde, also Greyhounds, Afghanen oder Whippets. Bis zu 80 Stundenkilometer legen diese Rassen auf der Bahn hin. Sie starteten aber beim Jeder­hundrennen außer Konkurrenz.

Beim Start gibt es letzte Tipps Foto: sn

Am Donnerstag waren es die „Familienhunde“, wie Stanczyk sie nannte, die ein möglichst gutes Ergebnis bei den Läufen erzielen sollten. Und deswegen hieß das Ganze auch „Jederhundrennen“, eben weil jeder Hund teilnehmen konnte. Viele Besitzer würden von Rennen zu Rennen fahren, so der Vorsitzende. Auch nach Nienberge kamen Herrchen und Frauchen aus ganz Deutschland. Die Vierbeiner konnten dort auf einer Sandbahn laufen, die besonders schonend ist und Verletzungen vorbeugt.

„Das ist eine wunderschöne Anlage“, meinte auch Nikolaus Wagner, der mit seiner Pinscher-Dame Yuna startete. „Das macht ihr Spaß“, sagte er, „wenn ich vorlaufe, rennt sie einfach hinterher.“ Herrchen und Hund gemeinsam auf der Rennbahn, das gibt es eben nur bei einem Jederhund­rennen.

Ein Training für Yuna als Vorbereitung auf den Wettkampf habe es aber nicht extra gegeben, berichtete Wagner. Andere, so hieß es an diesem Morgen, lassen ihre Hunde schon einmal auf das Laufband oder unternehmen mit ihnen weite Spaziergänge zur Konditionssteigerung. Egal wie: Hauptsache, die Begeisterung ist da und die nötige Motivation.

Nikolaus Wagner und seine Schwester Melissa hatten noch drei weitere Hunde mit dabei: Alice, Lali und Jona. Die starteten aber nicht, sie schauten einfach zu und hofften wohl auf ein gutes Ergebnis von Yuna. „Das ist die Cheerleader-Crew“, sagte Melissa Wagner lachend. Insgesamt sei das Jeder­hund-Rennen ein echtes Familienereignis, meinte sie. Melissa und Nikolaus Wagner waren mit ihren Eltern dabei. Zum Vatertag war die Windhundrennbahn ein beliebtes Ausflugziel.

Jeder Start war ein neues Erlebnis. Manche Hunde waren schnell, andere verstanden manchmal die Regeln nicht so ganz und liefen wieder zurück. Aber immer war es ein besonderer Spaß für Zuschauer wie Teilnehmer. Zweimal im Jahr organisiere der Windhundrennverein das Event, erklärte Stanczyk. Die Mitglieder seien es, die diese Veranstaltung durch ihren Einsatz „tragen“ würden und sie erst möglich machten. Im Herbst ist das wieder der Fall. Dann findet das nächste Jederhundrennen am 3. Oktober auf der Anlage am Waltruper Forst statt.

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