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CDU-Antrag zum Vorbergs Hügel

Gefahren an Hägerstraße beseitigen

Münster-Nienberge

Die Christdemokraten wollen einen Gefahrenpunkt entschärfen. Verschiedene Maßnahmen sollen ergriffen werden. Es geht um die Strecke zwischen Nienberge und Häger, den Vorbergs Hügel.

Kay Böckling

Eine der Gefahrensituationen: Steigt aus dem geparkten Fahrzeug der Fahrer aus, ohne auf den Verkehr zu achten, kann es brenzlich werden. Zudem kann sich die CDU ein Überholverbot vorstellen. Foto: Böckling

Regelmäßig erlangt die Hägerstraße traurige Berühmtheit in verkehrstechnischer Hinsicht. Raser nutzen die Strecke zwischen Nienberge und Häger nicht selten für illegale Rennen, zahlreiche Motorradfahrer fühlen sich durch die kurvige Straßenführung zu waghalsigen Manövern herausgefordert. Erst am 11. April vergangenen Jahres kam es zum Bedauern der Nienberger CDU zu einem schweren Unfall zwischen einem Motorradfahrer und einem Pkw. Kein Einzelfall. Die Christdemokraten wollen diesen Gefahrenpunkt nun entschärfen. Verschiedene Maßnahmen sollen ergriffen werden.

„Wir haben einen Prüfantrag an die Verwaltung gestellt, wie die Verkehrssicherheit in dem Bereich Vorbergs Hügel und Hägerstraße verbessert werden kann“, erklärt Bezirksvertreterin Karin Park-Luikenga. Denn – und da sind sich die örtlichen Christdemokraten einig: „Seit Jahren stellt die Verkehrssicherheit am Vorbergs Hügel ein Problem dar.“

Meik Bruns weiß in seiner Funktion als Vorsitzender der Nienberger Ortsunion und verantwortlicher Ratsherr um die Gegebenheiten: „Die Hägerstraße ist als Umgehung der A1 eine viel befahrene Strecke, die aufgrund ihrer Topographie sehr schlecht einzusehen ist.“ Besonders an Wochenenden werde sie von vielen Motorradfahrern genutzt. Vor allem in Zeiten der Corona-Pandemie ziehe es viele Münsteraner in das Naturschutzgebiet an der Hägerstraße. Oft werde direkt an der Hägerstraße geparkt, da es an ausgewiesenen Parkmöglichkeiten mangele. „Es sind häufig gefährliche Wendemanöver parkender Pkw in den schwer einsehbaren Kurven zu beobachten.“

Und was soll geschehen? Nach den Vorstellungen der Christdemokraten wären ein „Überholverbot auf der Hägerstraße im entsprechenden Bereich und die Suche nach möglichen Standorten für eine geringe Anzahl sicherer Parkmöglichkeiten“ eine denkbare Maßnahme. Diese Möglichkeiten sollten laut Karin Park-Luikenga städtischerseits geprüft werden.

Neben der Verkehrssicherheit steht für die Ortsunion auch der Naturschutz am Vorbergs Hügel im Mittelpunkt. In Folge des hohen Besucheraufkommens komme es zum häufigen Verlassen der Wanderwege, weiß Vorstandsmitglied Tim van Bevern: „Die hohe Frequentierung und das Verlassen der offiziellen Wege sowie das Führen von Hunden ohne Leine stören das heimische Wild.“

Bereits im vergangenen Jahr hat die CDU Nienberge nach eigener Aussage einen Antrag an den Haushalt gestellt, eine Stelle in Form eines Naturschutzaufsehers einzurichten, der unter anderem das Naturschutzgebiet beaufsichtigen sollte. Aufgrund der angespannten Haushaltslage waren dafür jedoch keine Gelder vorhanden: „Als weiteren Ansatzpunkt sehen wir die Umsetzung eines Dirtparks für Mountainbiker, um den Druck aus dem Naturschutz zu nehmen“, erklärt Matthias Oskamp, stellvertretender Ortsunionsvorsitzender.

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