Klappbett in der Natur abgelegt

Illegale Entsorgung mitten im Grünen

Münster-Nienberge

Manchmal kann man über rücksichtslose Dreistigkeit nur noch staunen. So wie jetzt in Nienberge, wo ein Bett einfach in den Wald geworfen wurde.

Thomas Schubert

Einfach am Wegesrand entsorgt: dieses Klappbett Foto: sch

Dreister geht es eigentlich gar nicht mehr: Unbekannte haben an der Hagelbachstiege illegale Sperrmüllentsorgung betrieben: Statt zum Wertstoffhof zu fahren oder das Teil zur turnusgemäßen Abfuhr an den Straßenrand zu stellen, wurde ein ausrangiertes Klappbett mitten in der Natur, an einem Waldweg nahe der Autobahn, abgeladen. Schlichtweg unverschämt.

Derartiges kommt laut Tina Mai, Sprecherin der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM), „leider immer wieder vor“. Aus ihrer Sicht ist es „nicht nachvollziehbar“, warum jemand auf diese Art und Weise alte Möbel in der Natur entsorgt. Zumal das Bett in einem der insgesamt elf münsterischen Recyclinghöfe kostenfrei entgegengenommen werde. Obendrein gebe es auch noch einmal pro Monat die Sperrgutabfuhr, so Tina Mai.

Rund 1200 illegale Abfallablagerungen im Stadtgebiet

Illegale Müllablagerungen bescheren den Abfallwirtschaftsbetrieben Jahr für Jahr erhebliche Kosten. In den vergangenen drei Jahren wurden für die Entsorgung rund 590 000 Euro ausgegeben. Im vergangenen Jahr wurden rund 1200 illegale Abfallablagerungen im Stadtgebiet registriert. Wird ein Täter ertappt, der ein Bett im Wald ablädt, dann sieht der Bußgeldkatalog Nordrhein-Westfalen ein Bußgeld im Bereich zwischen 100 und 300 Euro vor.

Die Abfallwirtschaftsbetriebe, das verspricht Tina Mai, werden das Bett an der Hagelbachstiege zeitnah abholen und fachgerecht entsorgen.

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