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In Nienberge kann man sich prima verlaufen

Irrwege durch das grüne Labyrinth

Münster-Nienberge

Für viele ist es ein sommerlicher Riesenspaß: Über strohbedeckte Wege und viele Abzweigungen muss man sich durchkämpfen, um das Nienberger Maislabyrinth zu meistern. Es ist wieder geöffnet und soll dies bis Anfang Oktober auch bleiben.

Von Helmut P. Etzkorn

Familie Roters aus Sprakel war am Freitagnachmittag im Labyrinth unterwegs. Weil der Mais inzwischen über zwei Meter hoch gewachsen ist, fällt der Überblick selbst von der Aussichtsplattform am Eingang des Geländes an der Beerwiede in Nienberge recht schwer. Foto: hpe

Familie Roters aus Sprakel will es wissen: Kann man sich im Maislabyrinth in Nienberge wirklich gut verlaufen? Findet man die Stationen und am Ende auch wieder heraus aus dem grünen Dschungel?

Mit seiner Frau Anne sowie den Kindern Frida (3) und Wiebke (1) macht sich Stefan Roters auf den fünf Kilometer langen Irrweg. Und landet gleich in einer Art Kreisverkehr. Nach zehn Minuten Fußmarsch über strohbedeckte Wege und viele Abzweigungen ist die Familie exakt wieder da, wo sie gestartet war.

Der Überblick schon schwer

„Der Mais steht über zwei Meter hoch, da fällt der Überblick manchmal schon schwer“, sagt Hendrik Meier vom Hof Stertmann. Der Landwirt hat bei der Aussaat im Frühjahr per GPS den Trecker so gesteuert, dass die Wege verschlungen sind und Verlaufen überhaupt kein Problem ist. „Bis zur Ernte sind alle wieder draußen“, ist Meier optimistisch.

Familie Roters („Man hört nur Stimmen, sieht aber niemanden“) hat sich bis zur ersten Station vorgearbeitet. Schubkarren stehen dort bereit für Slalomläufe, auch ein Trampolin ist gut versteckt in der grünen Kolbenwüste aufgestellt. Frida und Wiebke haben inzwischen Geschmack an einem abgepflückten Maiskolben entdeckt und knabbern fröhlich vor sich hin.

Kleines Vergnügen mitten im Sommerurlaub

Für die Familie ist es der erste Besuch im Labyrinth und „ein kleines Vergnügen mitten im Sommerurlaub“. So denken offensichtlich viele: Am späten Freitagnachmittag ist der kleine Parkplatz an der Beerwiede gleich neben dem Blumenfeld bis auf den letzten Stellplatz gefüllt.

Nebenbei können die Maiswanderer landwirtschaftliche Fragen beantworten. Es geht um die Zahl der Bodenorganismen und Bauernhoftiere, die ihrem Nachwuchs keine Milch geben können. Wer hier auf „Huhn“ tippt, ist auf einem guten Weg und kann mit etwas Glück einen Rundflug über Münster gewinnen.

Nach gut zwei Stunden hat es die Sprakeler Forscherfamilie geschafft, alle sind fröhlich zurück aus dem Labyrinth. „Die einzige Orientierung war das Windrad“, so Stefan Roters.

„Horrorlabyrinth“ am 1. Oktober

Das Naturerlebnis vor den Toren der Stadt ist noch bis zum 3. Oktober geöffnet. Es gibt zusätzlich Nachtspaziergänge, Grillfeste, Märchenstunden und speziell für Erwachsene am 30. September und 1. Oktober das „Horrorlabyrinth“ mit „professionellen Erschreckern inklusive Kettensägen, die aus dem Mais kommen“, so Meier.

Für den Besuch des Maislabyrinths zahlen Erwachsene 5,50 Euro, Kinder von drei bis 14 Jahren vier Euro.

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