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SCN-Vorsitzende Astrid Markmann im Gespräch

Kunstrasen nicht nur für Kicker

Münster-Nienberge

Kunstrasen statt Tennenplatz: Der Club muss sich für die Umwandlung auf dem Sportgelände mit 53 000 Euro beteiligen. Wie das der SC Nienberge schaffen will und wer den Platz künftig nutzt, verrät die Club-Chefin.

wn

Astrid Markmann (hier ein Archivbild) freut sich über die Umwandlung des Tennen- in einen Kunstrasenplatz. Foto: kbö

Die Freude beim SC Nienberge (SCN) war groß, als der Sportausschuss vor einem Monat den Weg frei machte für die Umwandlung des Tennenplatzes in ein Kunstrasenspielfeld. Voraussetzung dafür: Der Club muss sich für die Umwandlung auf dem Sportgelände mit 53 000 Euro beteiligen. Darüber und über weitere Details zum Thema Kunstrasen in Nienberge sprach unser Redakteur Kay Böckling mit Astrid Markmann, Vorsitzende des SC Nienberge.

Frau Markmann, zunächst Glückwunsch zur Erfüllung dieses langersehnten Traums. Aber 53 000 Euro Zuzahlung sind kein Pappenstiel, das hat man nicht in der Portokasse . . .

Markmann: Wir haben die vergangenen Jahre schon ein wenig dafür gespart und gesammelt.

Wie?

Markmann: Zum Beispiel durch die „Bauernarena“ 2019, als die Vereine, Firmen und Privatpersonen aus Nienberge schon etwas gespendet haben. Wenn der Bau beginnt, werden wir den Rest noch durch Crowdfunding zusammen kriegen.

Viele Vereine rechnen mit Eigenleistung. Wie hoch wäre der Prozentanteil beim SCN?

Markmann: In Eigenleistung werden moderne Trainerbänke angeschafft, die vom Verein selbst finanziert werden müssen. Einige Sponsoren haben schon zugesagt, sich daran zu beteiligen. Zudem sind Platzpatenschaften vorgesehen. Wir bereiten den virtuellen Platz gerade für die Homepage vor.

Gemeint war da eher die sogenannte „Muskel-Hypothek“, also selbst zu erledigende Arbeiten . . .

Markmann: Wir haben eigentlich keine Chance, mit Eigenleistung die Geldsumme zu reduzieren.

Seit wann wünscht sich der SCN diesen Kunstrasen?

Markmann: Die ersten Bemühungen zur Schaffung eines Kunstrasenplatzes seitens unseres Vereins sind bereits im Jahre 2013 vorgenommen worden.

Vor gut elf Jahren wurde der Tennenplatz saniert. Was wurde dort gemacht?

Markmann: Es wurde eine neue Ascheschicht aufgebracht und die Drainage gesäubert.

Wie viele Mitglieder hat der SCN eigentlich?

Markmann: 1261, davon 280 in der Abteilung Fußball

Das macht wie viele Fußballteams?

Markmann: In der kommenden Saison werden von den Minikickern über die zwei Mädchenmannschaften bis hin zu den Alten Herren insgesamt 15 Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen.

Was verspricht sich der SC Nienberge von einem Kunstrasenplatz?

Markmann: Hier ist festzuhalten, dass es vielfältige Möglichkeiten gibt, einen Kunstrasenplatz zu nutzen, so dass dieser nicht nur der Fußballabteilung zugutekommt, sondern für den gesamten Verein einen wichtigen Faktor für die Zukunft darstellt und zur Entwicklung des Gesamtvereins beiträgt. Darüber hinaus wollen wir Möglichkeiten ausloten, eventuell den Platz auch in Zusammenarbeit mit anderen Mannschaften und Vereinen zu nutzen. Gleichwohl ist davon auszugehen, dass bei Bestehen eines Kunstrasenplatzes dieser auch in den Sommermonaten verstärkt von den Fußballmannschaften genutzt werden wird – aufgrund der Auslastung der übrigen Plätze.

Sie sprachen gerade andere Nutzer an . . .

Markmann: Die Breitensportabteilung der DJK SC Nienberge ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Auch hier besteht für einzelne Outdoor-Sportarten wie Bootcamp, Nordic Walking, Frisbee, Airminton, Hobby-Horsing oder Lauftreff die Möglichkeit, den Kunstrasenplatz – gerade mit der vorhandenen Flutlichtanlage – auch in den Wintermonaten zu nutzen.

Wie nehmen die Mitglieder (speziell Fußballer) die Nachricht auf?

Markmann: Sie sind begeistert davon. Das Warten hat ein Ende. Die Freude ist riesengroß. Wir freuen uns, nach dem Sommer den Platz mit einem schönen Turnier der Nienberger Vereine zu eröffnen, um so eventuell auch unser Vereinsjubiläum „75 Jahre SCN“ zu feiern.

Wann kann es losgehen mit dem Bau und wann ist der Platz nutzbar?

Markmann: Zieltermin ist Anfang Mai und man geht von einer Bauzeit von gut drei Monaten aus. Die ersten Vorbereitungen sind schon gelaufen.

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