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Nienberger Laienspielschar probt wieder

Neustart nach Corona-Zwangspause

Münster-Nienberge

Es soll endlich weitergehen: Die Nienberger Laienschauspieler haben ihre Proben aufgenommen, um im März 2023 wieder ein lustiges Mundarttheaterstück auf die Bühne zu bringen.

Von Hubertus Kost

Die Akteure der Laienspielschar freuen sich auf die Aufführungen ihres neuen Stücks im März 2023. Die Proben zu „Reddet dän Buuk“ haben bereits begonnen. Foto: Laienspielschar

Münster-NienbergeDie Laienspielschar Nienberge ist wieder am Start: Seit einigen Wochen mit Probeterminen, im März dann mit sechs Aufführungen. „Reddet dän Buuk““ (Rettet den Bauch) heißt das plattdeutsche Theaterstück, das auf der Bühne im Wirtshaus zur Post aufgeführt wird. Natürlich eine Komödie, Lachen ist also – wie immer – garantiert.

„Alle machen wieder mit!“ freut sich Reinhard Menke, der für Regie und Gesamtleitung zuständig ist. Damit meint er Darsteller, die sich „seit Jahren“ in der Laienspielschar engagieren, und das ebenfalls eingespielte Organisationsteam. Der Optimismus ist groß: „Im nächsten Jahr spielen wir“, davon sind alle Akteure in Erinnerung an den spontanen Abbruch der Aufführungen im März 2020 und zwei spielfreie Jahren überzeugt.

Komödie „Dumtüüg to tweet“ nur fünf Mal aufgeführt

Rückblick: Berthold Schöning, Vorsitzender des Männerchors Cäcilia, und das Laienspiel-Team entschieden sich im März 2020, nach fünf Aufführungen der Komödie „Dumtüüg to tweet“ die weiteren Termine abzusagen. 14 Aufführungen waren geplant. Der Chor ist Veranstalter und hat deshalb auch die Verantwortung. Für die Begründung der Absage reichte ein Wort: Corona.

„Ein paar Tränen sind schon geflossen,“ erinnert sich Schöning, „aber alle standen zu der Entscheidung.“ Der Blick richtete sich nach vorn. Die nächsten Aufführungen wurden für 2021 geplant, dann für 2022. In beiden Jahren war dies wegen Corona nicht möglich.

Jetzt der nächste Anlauf, aber mit anderem Stück. „Dumtüüg to tweet“ sollte eigentlich noch mal aufgeführt werden, aber das Stück spielt zum Teil in einem Krankenhaus, „und damit wollen wir aktuell in unserem plattdeutschen Theater nichts mehr zu tun haben“, sagt Berthold Schöning.

Komödie ins Plattdeutsche übersetzt

Regisseur Reinhard Menke recherchierte und fand „Rettet den Bauch“, eine Komödie in drei Akten von Bernd Kietzke. Das Stück war nur in der hochdeutschen Fassung verfügbar. Aber plattdeutsche Bühne, so hieß die 1905 gegründete Laienspielschar in den ersten Jahrzehnten, ist nun mal plattdeutsche Bühne.

Also setzten sich der Regisseur und Alfons Neuhaus, der seit vielen Jahren zu den Laienspielern gehört, zusammen und übersetzten den Text. Die beiden sind überzeugt: „Das ist alles gut verständlich.“

Karten können reserviert werden

Karten für die Aufführungen, die dann an der Abendkasse bereitliegen, können ab sofort bei Dieter Leusing (0 25 33/2543, ab 18 Uhr) reserviert werden. Der direkte Verkauf beginnt wiederum am 1. Februar im Wollladen Brigitte Keller (0 25 33/93 49 54). Im Saal der Gaststätte Zur Post werden die Stühle mit deutlichem Abstand zueinander aufgebaut.

Spieltermine sind die Samstage 4.,11. und 18. März (jeweils 19.30 Uhr) und die Sonntage 5., 12 und 19. März (jeweils 16 Uhr).

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