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Feuerwehr-Übung in Nienberge

Personenrettung aus brennender Schule

Münster-Nienberge

Nienberges Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr kann Verstärkung durch junge Leute gut gebrauchen: Bei jüngsten Einsatzübung wurde dafür engagiert Werbung gemacht.

Von Hubertus Kost

„In der Schule brennt es“: Bei einer öffentlichen Übung demonstrierte die Freiwillige Feuerwehr Nienberge am Samstag auf dem Pausenhof der Grundschule einem interessierten Publikum ihre Einsatzstärke. Foto: hko

Samstag um kurz nach 15 Uhr, Notruf bei der Feuerwehr: „In der Grundschule in Nienberge brennt es.“ Wenige Minuten später treffen drei Einsatzfahrzeuge auf dem Pausenhof ein. Aus dem oberen Stockwerk des Schulgebäudes quillt dichter Rauch. Die Einsatzkräfte beginnen routiniert ihre Arbeit. Jeder Griff sitzt. Zunächst wird eine Lehrerin, die am Fenster um Hilfe ruft, über die Drehleiter gerettet, kurze Zeit später macht sich im Gebäude ein Mann bemerkbar, der über das Treppenhaus nach draußen gebracht wird. Weitere Personen sind nicht im Haus, und zum Glück handelt es sich um eine Übung der Freiwilligen Feuerwehr.

Auf dem Schulhof verfolgten etwa 150 Zuschauer das Geschehen. Keine „Gaffer“, sondern ein sehr interessiertes Publikum, das die Übung der Feuerwehr beobachtete, die unter ganz realistischen Bedingungen stattfand.

Hochmodernes Rettungsgerät ist 30 Meter lang

Andre Andrasch moderierte die öffentliche Präsentation, zu der der Löschzug Nienberge der Freiwilligen Feuerwehr eingeladen hatte. Der Verbindungsmann der Nienberger Wehr zur Berufsfeuerwehr Münster erläuterte den Ablauf der Übung, die notwendigen Schritte und das eingesetzte Material. Dazu gehörte neben den Fahrzeugen, die in Nienberge stationiert sind, auch die Drehleiter aus der Hauptfeuerwache. Drehleiter ist eigentlich untertrieben, denn das hochmoderne Rettungsgerät ist 30 Meter lang und kann bis in 23 Meter Höhe ausgefahren werden. Das wurde zum Abschluss der Übung eindrucksvoll vorgeführt und bestaunt.

Große Präsentation mit 20 Feuerwehrleuten

Es gab viel Applaus für die große Präsentation, an der 20 Feuerwehrleute beteiligt waren. Dann folgten die Besichtigung der Fahrzeuge und zahlreiche Gespräche, denn die Zuschauer hatten viele Fragen, die von den Experten gern beantwortet wurden. Es ging um allgemeinen Grundschutz und Brandbekämpfung, um Rettungseinsätze und Möglichkeiten, bei der Freiwilligen Feuerwehr mitzumachen. Genau das war Teil der Präsentation. „Wir wollen die Bevölkerung auf unsere Arbeit aufmerksam machen und Jugendliche für die Mitarbeit interessieren,“ hatten Löschzugführer Thorsten Ullrich und sein Stellvertreter Thomas Berger angekündigt. Mitglieder der Jugendfeuerwehr kamen schnell mit jungen Besuchern ins Gespräch. Einige wollen auf jeden Fall mitmachen und haben sich schon ganz konkret für das nächste Treffen gemeldet.

Interessierte ganz junge Besucher – etwa im Grundschulalter – müssen jedoch noch warten: Die Jugendfeuerwehr nimmt sie gern auf, wenn sie mindestens zwölf Jahre alt sind.

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