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Rat macht Weg frei für Feuerwehr-Umzug zum Vögedingplatz

Planungsrecht für neues Gerätehaus

Münster-Nienberge

Freude beim Löschzug Nienberge: Ein weiterer Schritt zum Bau seines neuen Zuhauses an dem favorisierten Standort an der Alhardstraße ist getan. Der Rat der Stadt Münster stimmte der Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans einstimmig zu.

Kay Böckling

Aktuell ist der Löschzug Nienberge noch an der Kurneystraße beheimatet. Foto: Kay Böckling

Ein Zeitfenster, wann mit dem Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses am Vögedingplatz und dessen Inbetriebnahme zu rechnen ist, nennt das städtische Planungsamt zwar nicht. Dennoch haben die Mitglieder des Nienberger Löschzugs der Freiwilligen Feuerwehr schon jetzt allen Grund zur Freude.

Ein weiterer Schritt zum Bau ihres neuen Zuhauses am von ihnen favorisierten Standort an der Alhardstraße ist getan. Der Rat der Stadt Münster stimmte der Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans einstimmig zu. Die planungsrechtlichen Voraussetzungen sind somit gegeben.

Nachdem der Rat bereits am 26. August 2020 dem Baubeschluss für das neue Gerätehaus zugestimmt hatte, schuf das Gremium das notwendige Planungsrecht, denn für den Vögedingplatz gab es laut der jetzt verabschiedeten Ausführungen des Planungsamts bislang keinen gültigen Bebauungsplan. Ergo orientierte sich die bisherige Planungsvorgabe an der vorhandenen Wohnbebauung (Wohngebiet) – ohne Gerätehaus.

Das ist jetzt anders: Ein Feuerwehrgerätehaus ist an dieser Stelle nun erlaubt. „Der Neubau entspricht dem neuen Standardbautyp der Stadt Münster und ist somit fast baugleich mit den bereits errichteten beziehungsweise geplanten Gerätehäusern der Löschzüge Handorf und Sprakel“, so das Planungsamt. Eine Bürgerbeteiligung ist dennoch vorgesehen. Pandemiebedingt ist diese aber nicht als zentrale Info-Veranstaltung vorgesehen: Die Planungsunterlagen werden Interessierten „analog sowie digital zur Verfügung gestellt“.

Große Freude herrscht bei den örtlichen Christdemokraten ob dieses Umzugs von der Kurneystraße zum Vögedingplatz. „So ist auch gewährleistet, dass Katastrophenvorsorge- und Notrufmeldestellen eingerichtet werden. Das schafft mehr Sicherheit für die Menschen in Nienberge“, so Meik Bruns, Vorsitzender der Nienberger Ortsunion und Ratsherr, in einer ersten Reaktion.

Die Verlagerung des Standortes war ein wesentliches Ergebnis der von der CDU initiierten Zukunftswerkstatt, an der 600 Teilnehmer städtebauliche Perspektiven für den Stadtteil diskutierten. Bruns äußerte zum nun gefassten Beschluss: „Für unsere Freiwillige Feuerwehr ist dies eine erfreuliche Nachricht. Für unseren Stadtteil bietet es städtebauliche Chancen.“

Der CDU-Ratsherr setzt sich auch für den Klimaschutz durch die Installation von Photovoltaik am neuen Standort ein: „Wo es sinnvoll und realisierbar ist, sollten regenerative Energiequellen genutzt werden, gerade bei öffentlichen Gebäuden. Auch dieser Wunsch wurde in der Stadtteilwerkstatt geäußert.“

Zurück zum Zeitplan: Obgleich er in den politisch verabschiedeten Unterlagen fehlt, weiß Bruns: „Informationen aus der Stadtverwaltung signalisieren einen Baubeginn in der zweiten Jahreshälfte 2022. Die Bauzeit dürfte 16 Monate betragen, sodass frühestens Ende 2023 mit der Fertigstellung gerechnet werden kann.“

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