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Bezirksbürgermeister besucht Orgelbaufirma

Seit der Gründung im Jahr 1872 rund 1250 Instrumente gebaut

Münster-Nienberge

Am 14. August (Sonntag) findet im Billerbecker Dom ein großer Festakt zum 150-jährigen Bestehen der Orgelbaufirma Fleiter ab. Grund genug für Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus, die Firma vorab schon einmal zu besuchen.

Besuchte die Nienberger Orgelbaufirma Fleiter und das Orgelmuseum: Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus (2.v.l.). Foto: PD

Münster ist eine Stadt des Orgelbaus: Seit 150 Jahren werden diese Instrumente von der Firma Fleiter gebaut. Damit gehört der Handwerksbetrieb zu den ältesten Orgelbauern in ganz Deutschland. Für Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus war dies Grund genug, dem in Nienberge angesiedelten Unternehmen einen Besuch abzustatten.

Die beiden Firmeninhaber Eberhard Hilse und Stefan Linke sowie Helga Kruse führten Nathaus durch den Betrieb. „Voller Leidenschaft und mit größter Detailkenntnis haben mich Herr Hilse und Herr Linke in die wirklich ganz besondere Welt des Orgelbaus mitgenommen. Orgeln nicht nur in ihrer klanglichen Vielfalt im Gottesdienst zu erleben, sondern den aufwendigen Fertigungsprozess unmittelbar nachzuvollziehen, das hat mich sehr beeindruckt“, so der Bürgermeister des Stadtbezirks Münster-West.

Zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt

Das Besondere an diesem Handwerk wird laut Nathaus sicherlich auch dadurch zum Ausdruck gebracht, dass der Orgelbau und die Orgelmusik von der Unesco zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt wurden.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1872 hat die Firma Fleiter rund 1250 Orgeln gebaut. Sie erstellt Orgeln für Auftraggeber in ganz Deutschland. Einige Instrumente stehen auch in Peru und in der Kathedrale von Chisinau in Moldawien. „Wir stellen historisch inspirierte Orgeln für alte Kirchen genauso her wie hochmoderne Instrumente mit digitaler Steuerung der Trakturen. Letztere eröffnen ungeahnte musikalische Möglichkeiten. Auch einige Orgeln in Münster und die Orgel im Billerbecker Dom stammen von uns“, so Eberhard Hilse, der als Intonateur mit seinem geschulten Gehör die eigentliche Klangqualität der Orgel herausarbeitet.

Jede Orgel ist ein Unikat

„Heute werden neue Orgeln mit modernster Computertechnologie entwickelt und dann in unserem Team von erfahrenen und qualifizierten Handwerkern gebaut. Und trotz aller Technik bauen wir jede Orgel mit Leidenschaft und voller Hingabe. Dabei ist jede Orgel ein Unikat“, erläutert Orgelbaumeister Stefan Linke.

Das 150-jährige Bestehen der Firma ist ein Grund zum Feiern. Am 14. August (Sonntag) findet im Billerbecker Dom ein großer Festakt mit Bischof Dr. Felix Genn statt. Und daneben sollen im August im ganzen Land Fleiter-Orgeln bei Konzerten zu hören sein.

„Ich möchte jeden, der mehr über Orgeln und den Orgelbau erfahren möchte, dazu einladen, nach Voranmeldung das Museum auf dem Firmengelände zu besuchen. Dort erhält man tiefe Einblicke auch in die Funktionsweise der unterschiedlichen Orgeltypen“, zeigt sich Jörg Nathaus beeindruckt.

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