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Nienberger hat Autobiografie geschrieben

Tiefe Einblicke in ein erfülltes Privatleben

Münster-Nienberge

Günter Abraham hat kein Problem damit, andere Leute an seinem bald 80-jährigen Leben teilhaben zu lassen. Ganz selbstverständlich hat der Nienberger deshalb eine Autobiografie geschrieben.

Von Thomas Schubert

Schrieb ein recht privates Buch über sein Heimat und sein Leben: der Nienberger Günter Abraham. Foto: sch

Manch einer mag sich darüber wundern, doch Günter Abraham hat keine Schwierigkeiten damit, Interessierten jede Menge Privates aus seinem Leben zum Besten zu geben.

Während jüngere Menschen dies mitunter gerne in sozialen Netzwerken tun, hat der 78-Jährige ganz altmodisch ein Buch über sich, seine Familie, Freunde und Bekannte geschrieben. „Mein Leben im Münsterland und meine Heimat“, heißt das stolze 278 Seiten starke Werk des Nienbergers.

Dritte Auflage

Im April dieses Jahres hat Abraham seine Autobiografie in der mittlerweile dritten Auflage herausgegeben. Mitte 2019 verfasst, wurde sie von ihm nun zum zweiten Mal überarbeitet und im Selbstverlag herausgegeben.

„Als ich 75 Jahre alt war, habe ich immer häufiger festgestellt, dass ich mein Leben in den verschiedenen Lebensphasen in Gedanken habe an mir vorbeiziehen lassen“, erläutert Abraham. Es sei ein regelrechter Verarbeitungsprozess gewesen. All das habe er sich schließlich „von der Seele geschrieben“, um es seinen Nachkommen und der interessierten Nachwelt zu hinterlassen.

Günter Abraham

„Ich glaube, dass ich tatsächlich etwas zu erzählen habe“, schreibt der Nienberger im Vorwort seines Buches. Und so erzählt er in interessanter und keineswegs langweiliger Weise davon, wie er am 11. Mai 1944 im Ostbeverner Krankenhaus das Licht der Welt erblickte, und wie es ihm und seinen Angehörigen in den darauffolgenden gut sieben Jahrzehnten so erging.

Abraham, der bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2006 in fünf verschiedenen Ämtern der Stadt Münster (Sozialamt, Hauptamt, Liegenschaftsamt, Personal- und Organisationsamt, Amt für Gebäudemanagement) tätig war, lässt sein bisheriges Leben – Kindheit, Jugend, Schule, Ausbildung, Beruf, Hochzeit, Geburt der Kinder, Umzug nach Nienberge – chronologisch Revue passieren.

Familie, Anekdoten, Enttäuschungen

Er gibt durchaus lesenswerte Einblicke in seine Familiengeschichte, schildert Episoden und Anekdoten daraus, berichtet von sozialen Kontakten, sportlichen Aktivitäten und Interessen sowie nicht zuletzt auch von Erfolgen, Schicksalsschlägen und Enttäuschungen.

Aber auch Urlaubs-, Ski- und Studienreisen werden nicht ausgespart: Die Balearen, die Kanaren, Griechenland, Tunesien, Italien, Polen, Österreich, Italien und weitere Länder wurden von Familie Abraham bereits bereist.

Eine Rundreise führte im Jahr 2007 nach Weißrussland (Belarus), wo der Nienberger erfolglos nach dem Grab seines im Dezember 1943 während des Zweiten Weltkriegs als Soldat vermissten Vaters Wilhelm Abraham suchte.

Rund 300 Fotos sagen mehr als Worte

Ein tragender Bestandteil von „Mein Leben im Münsterland und meine Heimat“ sind rund 300 Fotos, die der Nienberger in seine autobiografischen Schilderungen eingebunden hat. Das Werk sei zur Hälfte ein Bilderbuch, weil man mit Fotos viel ausdrücken können: „Sie sagen oftmals mehr als Worte.“

Günter Abraham, der Ende 1971 – also vor gut 50 Jahren – ein Eigenheim in Nienberge bezog und sich dort mit seiner Frau Hildegard bestens aufgehoben fühlt, liebt das Münsterland und seine Heimat. Dieser Begriff erfahre seit geraumer Zeit eine Wiedergeburt, meint er.

Dabei gehe es um die Schlagworte Erinnerung, Vertrautheit, Geborgenheit und Identität, mithin auch um eine bestimmte Art zu leben: „Heimat ist mehr als nur ein Ort, nämlich mindestens ein ganze Region.“

Wer sich für „Mein Leben im Münsterland und meine Heimat“ interessiert, kann das Buch für 25 Euro vom Autor (02533/678, E-Mail: g.abraham@freenet.de) erwerben.

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