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Gelungene Neuauflage des „Rock am Turm“-Festivals in Nienberge

Trotz Regens fast 1000 Besucher

Münster-Nienberge

Das Wetter spielte zwar nicht durchgehend optimal mit, gleichwohl stieß die Neuauflage des „Rock am Turm“-Festivals nach zweijähriger Corona-Zwangspause auf breite Zustimmung in Nienberge.

Mit einem erfrischenden Mix aus Reggae, Ska, Rock und Pop warteten die „Romeoz“ auf. Foto: sn

„Rock am Turm“ ist wieder da. Das Nienberger Open-Air-Event, auf das viele Musik-Fans das ganze Jahr über warten, wird komplett von Jugendlichen aus der St.-Sebastian-Gemeinde in Eigenregie auf die Beine gestellt. Nach zweijähriger Pandemiepause fand am Samstag auf dem Kirchplatz die neueste Auflage statt. Zunächst gab es am Nachmittag das „Musik-Café“ mit der Big Band der Musikschule Nienberge und der Singer/Songwriterin Lisa Hesener.

Es trafen sich die Generationen: So gab es auch ein buntes Kinderprogramm, unter anderem organisiert vom Team der Kinderkirche. Sponsor Paul Everding vom gleichnamigen LVM-Versicherungsbüro organisierte darüber hinaus ebenfalls noch etliche Kinderspiele, es gab eine bunte Hüpfburg und die beliebte Torwand. Die Jugendlichen waren vor allem auch vom „Soccer ­Cage“ begeistert, in dem Schnelligkeit am Ball gefragt war. Für Kulinarisches – von Kuchen, kühlen Getränken bis hin zu Pommes und Würstchen – sorgten neben dem „Rock am Turm“-Team auch die Nienberger Vereine sowie Nienberges und Hägers Feuerwehren und die Texel-Gruppe, die mittlerweile seit 18 Jahren mit von der Partie ist. Der Eine-Welt-Laden baute eigens einen Weinstand auf. Der ökumenische Arbeitskreis „Offene Gemeinde“ nutzte das Event, um Neubürger zu Austausch und Begegnung einzuladen. Man traf sich vor der katholischen Bücherei und kam ungezwungen ins Gespräch, während das Musik-Café seinen Lauf nahm.

Jung und Alt fanden sich am Samstag zum Event im Herzen Nienberges ein: Die neueste Auflage von „Rock am Turm“ war gut besucht.Jung und Alt fanden sich am Samstag zum Event im Herzen Nienberges ein: Die neueste Auflage von „Rock am Turm“ war gut besucht. Foto: sn

Gelegenheit zu Austausch und Begegnung

Nach einem ökumenischen Jugendgottesdienst gaben sich im Abendprogramm die Bands die musikalische Klinke in die Hand. Natürlich waren viele Newcomer zu hören, denen die Veranstalter Bühnenerfahrung ermöglichen wollten. Fest eingeplant war aber auch ein Auftritt der „Dandys“, den Beat-Weltmeistern von 1967. „Wenn die Jungs uns wollen, kommen wir gerne“, meinte Bassist Dieter Kemmerling noch in der vergangenen Woche im Gespräch mit dieser Zeitung.

Krankheitsbedingter Ausfall der „Dandys“

Die „Dandys“ hatten aber auch ein Anliegen, nämlich gezielt auf das Thema „Organspende“ aufmerksam zu machen. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Am frühen Samstagnachmittag kam die Hiobsbotschaft: Wegen Erkrankung konnten die „Dandys“ nicht auftreten. Ganz kurzfristig sprang die Band „Turn A“ in die Bresche – Indie-Rock vom Feinsten.

Sechs freundliche junge Männer von nebenan

Es ging weiter mit den ­„Romeoz“, die sich selbst als „die sechs freundlichen jungen Männer von nebenan“ bezeichnen. Ein erfrischender Mix aus Reggae, Ska, Rock und Pop war das, schließlich gab Phil Seeboth authentischen Blues-Rock zum Besten.

Fürs „Rock am Turm“-Team war das Event eine Bewährungsprobe, denn während der Corona-Zeit gab es einen Generationenwechsel, derzeit besteht die junge Truppe aus zehn Jugendlichen, einige sind das erste Mal dabei. Viele Besucher indes kommen immer wieder. Die Zeit ohne „Rock am Turm“ ist jetzt vorbei. Das Team wünsche sich, dass wieder mehr im Ortskern passiere, sagte Florian Westhues, einer der engagierten Jugendlichen.

Erlös für soziale und karitative Projekte

Die erwirtschafteten Erlöse des Events sollen, so Westhues, „sozialen und karitativen Projekten im In- und Ausland“ zugutekommen. Ein exaktes Spendenziel stehe noch nicht fest. Was alle freute, war der rege Zuspruch, den das Event 2022 erfuhr. Das Rock-am-Turm-Team geht von insgesamt bis zu 1000 Besuchern aus, die in diesem Jahr dabei waren. Eine beachtliche Zahl. Wenn es zwischendurch nicht plötzliche Regenschauer gegeben hätte, wären es sicher noch mehr gewesen.

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