1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Nienberge
  6. >
  7. Wenn zwei Gemeinden auch räumlich zusammenwachsen

  8. >

Info-Abend in der Pfarrkirche St. Sebastian

Wenn zwei Gemeinden auch räumlich zusammenwachsen

Münster-Nienberge

Wenn im kommenden Jahr das Lydia-Gemeindezentrum abgerissen wird, kommen die Gemeindeglieder der evangelischen Kirchengemeinde in der katholischen Nachbargemeinde unter – vorübergehend.

In St. Sebastian finden die evangelischen Gemeindeglieder vorübergehend ein neues Zuhause. Foto: Kay Böckling

„Und wenn wir einfach zusammenziehen...?“ lautet der Titel der Veranstaltung mit Dr. Michael Kappes, dem Ökumenereferenten des Bistums Münster, am Donnerstag (4. November) um 19.30 Uhr in der Kirche St. Sebastian in Nienberge.

Anlass für diesen Abend ist, dass die evangelische Kirchengemeinde in Nienberge im Jahr 2022 mit unter das Dach der katholischen Gemeinde ziehen wird. Denn der Zeitpunkt für den Abriss des Lydia-Gemeindezentrums ist nun beschlossen: Im Januar wird es so weit sein (wir berichteten. Mindestens für die Zeit der Bauphase, bis dass die Kirchengemeinde den neuen, deutlich kleineren Gemeinderaum in dem von einem Investor errichteten Gebäudekomplex beziehen kann, werden sich die Gruppen der evangelischen Gemeinde im Pfarrheim St. Sebastian treffen, die Gottesdienste werden in St. Sebastian gefeiert.

Keine Notlösung

„Wir sehen diese Entwicklung allerdings überhaupt nicht nur als eine Notlösung“, wird Pfarrer Dr. Oliver Kösters von der evangelischen Gemeinde in einer Pressemitteilung der Gemeinde St. Sebastian zitiert. „Vielmehr freuen wir uns darauf, dass die christlichen Gemeinden in Nienberge weiter zusammenwachsen. Das ist ein Zeugnis, das wir da abgeben.“

Eine gemeinsame Gebäudenutzung sei aus vielen Gründen mehr als sinnvoll, so Kösters weiter: „Deshalb sind wir so dankbar, dass die Ökumene in Nienberge so tief in den Gemeinden verwurzelt ist und dass die katholische Gemeinde uns diese Möglichkeit eröffnet. Dies geschieht auf eine sehr offene und herzliche Art. Wir fühlen uns willkommen, und das ist schön.“

Kooperation soll weitergeführt werden

Auch für die Zeit nach Bezug des neuen Kirchraumes soll die Kooperation in Teilen aufrecht erhalten bleiben. „Anliegen ist, das Mögliche gemeinsam zu tun“, ergänzt Pfarrer André Sühling von der katholischen Gemeinde und greift damit ein Leitmotiv ökumenischer Zusammenarbeit auf.

Eine gemeinsame Raumnutzung wirft natürlich auch Fragen auf, vielleicht bei einigen sogar Sorgen und Bedenken. Deshalb soll dies schon im Vorfeld ehrlich und aufmerksam bedacht und die Bandbreite des Themas beleuchtet werden.

Zur Teilnahme an der Veranstaltung gilt die 3G-Regel der Coronaschutzbestimmung (geimpft, genesen oder getestet).

Startseite
ANZEIGE