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Initiative „Bäume fürs Leben“

Zaun soll Setzlinge vor Wildfraß schützen

Münster-Nienberge

Die Aufforstungsaktion der Initiative „Bäume fürs Leben“ ist erfolgreich verlaufen: Rund 700 Flatterulmen, 900 Spitzahorn und etliche andere Laubbaumsorten wurden Ende vergangenen Jahres am Vorbergshügel gepflanzt.

Von Thomas Schubert

Wurde zum Schutz gegen Wildfraß mit einem Zaun umgeben: die von der Initiative „Bäume fürs Leben“ für die Anpflanzung von klimaresistenten Laubbäumen genutzte Waldfläche. Foto: sch

Manch einem, der in den vergangenen Tagen am Rande des Naturschutzgebiets Vorbergshügel unterwegs war, dürfte es aufgefallen sein: Die dort im Rahmen der Initiative „Bäume fürs Leben“ für die Neuanpflanzung von Laubbäumen vorgesehene, rund 5300 Quadratmeter große Fläche ist rundum mit einem Schutzzaun umgeben und mit Setzlingen bestückt worden. Das sei noch Ende vergangenen Jahres geschehen, sagt Jörn Stanke, Förster beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW.

Auf der zuvor mit geschädigten oder abgestorbenen Fichten besetzten privaten Waldfläche wurden Laubbäume gepflanzt, die – anders als das Nadelgehölz – mit dem Klimawandel besser zurechtkommen sollen. Es handele sich um eine „schöne bunte Mischung“, sagt Fachmann Stanke.

Bemerkenswert kalkhaltiger Boden

Auf dem Areal mit seinem bemerkenswert kalkhaltigen Boden seien rund 700 Flatterulmen, 900 Spitzahorn, 200 Kirschbäume, 500 Hainbuchen, 400 Walnussbäume, 200 Elsbeeren sowie jeweils 50 Speierlinge und Wildbirnen gepflanzt worden. Der neu gesetzte Zaun solle Wildfraß vorbeugen und möglichen Vandalismus verhindern, erläutert der Förster.

Wer einen Blick auf die Pflanzfläche wirft, dem fällt unschwer auf, dass die Setzlinge nicht allzu groß geraten sind. Einige seien kleiner als ursprünglich geplant. Aber das sei keineswegs dramatisch, so Stanke. Kleine Setzlinge böten den Vorteil, dass sie mit ihrem noch geringen Wurzelwerk besser anwüchsen als größere Exemplare.

Aufforstung als Beitrag fürs Klima

Die Pflanzaktion am Vorbergshügel ist ein Projekt der Initiative „Bäume fürs Leben“. Diese hat sich dem Ziel verschrieben, durch Aufforstung in ganz Deutschland einen nachhaltigen Beitrag fürs Klima zu leisten.

Zentrales Anliegen ist es, in den nächsten Jahren insgesamt 85 000 Laubbäume auf Wiederaufforstungsflächen zu pflanzen, damit neue Wälder mit hoher Diversität entstehen können. Begründer der Initiative „Bäume fürs Leben“ ist der aus Steinfurt stammende Unternehmer Paul Gauselmann.

       

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