1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Nienberge
  6. >
  7. „Zeit schenken und damit Einsamkeit verhindern“

  8. >

Verein „Von Mensch zu Mensch in Nienberge“

„Zeit schenken und damit Einsamkeit verhindern“

Münster-Nienberge

Der Verein „Von Mensch zu Mensch“ ist in Nienberge eine feste und geschätzte Adresse. Gleichwohl könnte er Verstärkung gut gebrauchen.

Von Hubertus Kost

Mechthild Thole und Rolf-Bernd Lappe werden den Briefkasten des Vereins „Von Mensch zu Mensch“ am Lydia-Gemeindezentrum abmontieren. „Selbstverständlich sind wir wie bisher telefonisch erreichbar,“ sagen der Vorstandsvorsitzende und seine Stellvertreterin. Foto: hko

Münster-Nienberge17 Jahre hing der Briefkasten des Vereins „Von Mensch zu Mensch in Nienberge“ an einer Wand vor dem Eingang des Lydia-Gemeindezentrums der evangelischen Kirchengemeinde. In den nächsten Tagen montieren Rolf-Bernd Lappe und Mechthild Thole den Kasten ab. Denn das Zentrum wird im nächsten Jahr abgerissen, dort entsteht – wie berichtet – ein neuer Gebäudekomplex. Ein Ersatzstandort für die „Briefsammelstelle“ ist nicht geplant.

„Wie schon bisher sind wir auf jeden Fall telefonisch erreichbar“, sagen der Vorsitzende des Vereins und seine Stellvertreterin. Der Briefkasten sei nicht mehr häufig genutzt worden, aber er bedeutete doch mehr als ein Symbol. Wer schriftlich um Hilfe bat oder ein anderes Anliegen an den Verein hatte, der konnte sich auf eine Kontaktaufnahme verlassen. „Das gilt selbstverständlich auch für das Telefon“, sagt Rolf Bernd Lappe. Der Vorsitzende des Vereins appelliert erneut an hilfsbedürftige ältere Menschen in Nienberge – und auch an Angehörige, keine Scheu zu haben und sich zu melden.

Überschaubarer Aufwand

„Wir kümmern uns.“ Das ist der Leitgedanke dieser Nachbarschaftshilfe. Dafür muss es Unterstützer geben, die hilfsbedürftige Menschen begleiten. Zum Beispiel im häuslichen Umfeld, bei Spaziergängen, bei Einkäufen oder auch bei der Vermittlung an Fach- und Pflegedienste. Der Vorstand dankt seinen ehrenamtlichen Kräften und sucht zugleich weitere Helferinnen und Helfer.

Der Aufwand ist überschaubar, eine spezielle Schulung ist nicht notwendig. Die wichtigste Voraussetzung: Etwas Zeit haben. Es reichen bereits wenige Stunden in der Woche oder im Monat. Niemand müsse sich über einen längeren Zeitraum verpflichten. „Wir schenken Zeit und wollen damit auch Einsamkeit verhindern oder lindern,“ sagt Mechthild Thole. Einkaufen und spazieren gehen führen die Liste der Unterstützungen an. Pflegende Aufgaben gehören nicht zu den Leistungen des Vereins.

Kontakt für Hilfsbedürftige und für neue Unterstützer unter den Rufnummern 0 25 33/ 29 87 43 und  01 75/6 30 14 29. Es meldet sich der Anrufbeantworter, ein kurzfristiger Rückruf wird garantiert.

Startseite
ANZEIGE