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Forderung nach Verbleib der Haltestelle Bült

Parteien kritisieren geplante Busrouten-Änderungen

Münster-Coerde

Mehrere Parteien aus Coerde kritisieren die geplanten Änderungen der Buslinien. Besonders wünscht man sich, dass die Haltestelle Bült für Busse aus Coerde erhalten bleiben. So werde der ÖPNV nicht verbessert, sagen die Parteien.

Die Linienführung der Linie 6, die auch durch Coerde fährt, soll sich bald ändern. Foto: Joel Hunold

Mehrere Parteien aus Coerde kritisieren die Änderungen des öffentlichen Personennahverkehrs, die für Coerde geplant sind. So teilt die CDU mit, dass man sich mit der Teilfortschreibung des dritten Nahverkehrsplans auseinandergesetzt habe. Aus Sicht der Partei „verschlechtert sich die ÖPNV-Anbindung für Coerde mit der neuen Planung deutlich“.

Die zentrale Haltestelle Bült soll für Coerde entfallen. Ansonsten soll die Innenstadt über die Haltestellen Eisenbahnstraße, Hauptbahnhof und Ludgeriplatz angebunden werden. Das bedeute, dass insbesondere ältere und gehbehinderte Mitbürger den Wochenmarkt am Dom kaum mehr fußläufig erreichen können, so die Begründung der Kritik der CDU. Gleiches gelte für in der Innenstadt angesiedelte Fachärzte sowie für den Besuch von Stadttheater und vielen Einkaufsmöglichkeiten.

Bült soll als Haltestelle erhalten bleiben

Auch die SPD im Norden der Stadt fordert, dass Coerde und das Kreuzviertel über den Bült an die Altstadt angebunden bleiben sollen. „Wir können den Vorschlag der Stadt nicht ernst nehmen“, kritisiert Marianne Hopmann vom SPD-Ortsverein Coerde. Bibiane Benadio, Landtagskandidatin der SPD Münster, ergänzt: „Die direkte Anbindung der Menschen aus Coerde und aus dem Kreuzviertel an die Altstadt muss bei dem neuen Buskonzept erhalten bleiben.“ Die Partei bemängelt, dass der Verkehr in und durch die Innenstadt von der Verwaltung gegen den schnellen Verkehr auf den Hauptachsen ausgespielt werde.

Die CDU fragt sich derweil, ob die Planer die Nachteile für die 11 000 Coerderaner trotz des anvisierten Zeitgewinns im Blick gehabt hätten. „Umsteigenotwendigkeiten bedeuten besonders für Körper – und Gehbehinderte, für Eltern mit Kinderwagen und erhöhten Zeitaufwand und besondere körperliche Belastung.“

Ein Umsteigen an Eisenbahnstraße und Hauptbahnhof mit Überqueren einer vierspurigen Straße erhöhe für eilige Schülerinnen und Schüler das Unfallrisiko. Die Innenstadt müsse auf direkten Wege erreichbar bleiben, heißt es von CDU und SPD.

Man sei sich über Parteigrenzen hinweg einig, dass der ÖPNV attraktiver gestaltet werden müsse, doch dafür benötige man Verbesserungen des Angebots und keine Verschlechterungen, sagt die CDU.

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