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Gesamtschulprojekt Roxel

Antwort vor den Sommerferien erwartet

Münster-Roxel

Kann auf dem Schulcampus an der Tilbecker Straße in Roxel Münsters dritte städtische Gesamtschule entstehen? Auskunft dazu erwartet Schulamtsleiter Klaus Ehling in wenigen Wochen.

Thomas Schubert

Berichtete über den Sachstand beim Gesamtschulprojekt Roxel: Klaus Ehling. Foto: ah

Läuft alles nach Plan, dann wird die Bezirksregierung der Stadt Münster „noch vor den Sommerferien“ Auskunft darüber erteilen, ob der Aufbau einer dritten städtischen Gesamtschule auf dem Roxeler Schulcampus aus ihrer Sicht genehmigungsfähig ist. Das sei der Stadt in Absprache mit deren Fachleuten in Aussicht gestellt worden, hob in der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) West Klaus Ehling hervor. Münsters Schulamtsleiter hatte sich eingefunden, um einen Bericht über den aktuellen Sachstand zu geben.

Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass jüngst mehr als 280 Schülerinnen und Schüler in Münster keinen Gesamtschulplatz bekommen konnten und der Bedarf an diesen Plätzen in den nächsten Jahren weiter zunehmen werde, sei es im Interesse der Stadt, dem mit einer weiteren Gesamtschule am Standort Roxel Rechnung zu tragen, hob Ehling hervor. Gleichwohl sei es auch aus seiner Sicht „absolut nachvollziehbar“, dass man sich in den Nachbarkommunen Havixbeck und Billerbeck im Zeichen einer Roxeler Gesamtschule Sorgen um den Fortbestand der dortigen Anne-Frank-Gesamtschule mache. Diese müsse man ernst nehmen, zumal es auch für die Stadt Münster und die hiesige Schullandschaft von Interesse sei, dass die Anne-Frank-Schule weiterhin bestehen bleibe.

Mindestens 100 Schüler zum Start notwendig

Derzeitige Erwägungen, die neue Gesamtschule in Roxel möglicherweise zu einem Teilstandort der Havixbecker/Billerbecker Gesamtschule zu machen, seien schulrechtlich nicht umsetzbar, stellte Ehling klar. Zur Klärung der Gesamtschulfrage seien der Bezirksregierung die Zahlen der aktuellen kleinräumigen Bevölkerungsprognose zugestellt worden. Diese werde sie im Zusammenspiel mit weiteren Gesichtspunkten akribisch prüfen, um eine Einschätzung im Hinblick auf eine Gesamtschule in Roxel abgeben zu können. Gemäß Vorgabe des Verwaltungsgerichts aus dem Jahr 2013 müsse eine Gesamtschule eine Errichtungsgröße von mindestens 100 Schülern haben und diese auch für die nächsten fünf Jahre halten.

Verwaltung ist der Ansicht, dass es passt

Die städtische Schulverwaltung sei der Ansicht, dass dies passe. In der Anfangsphase allerdings knapp, erläuterte Ehling. Signalisiere die Bezirksregierung, dass eine Gesamtschule in Roxel ihrer Expertise nach genehmigungsfähig sei, dann werde die Verwaltung dem Rat der Stadt Münster einen Vorschlag zur Realisierung des Projekts vorlegen. Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus machte im Anschluss an Ehlings Bericht deutlich, dass er auf eine „positive Entscheidung“ für die Roxeler Gesamtschule hoffe.

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