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Stadt braucht mehr Plätze für Ukraine-Flüchtlinge

Auch die Dreifachsporthalle geht dem BSV verloren

Münster-Roxel

Dem BSV Roxel gehen weitere Hallenkapazitäten verloren: Nach der alten Sporthalle soll nun auch die neue Dreifachhalle für die temporäre Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden.

-sch-

Wird in Kürze ebenfalls als Notunterkunft für Flüchtlinge aus der Ukraine genutzt: die neue Roxeler Dreifachsporthalle. Foto: sch

Man muss kein Prophet sein, um den aktiven Mitgliedern des BSV Roxel unbequeme oder vielleicht sogar gänzlich fehlende Trainingszeiten vorauszusagen: Läuft alles so, wie vom städtischen Krisenstab am Freitag besprochen, dann wird der Sportverein in Kürze keine Kapazitäten für seine Indoor-Sportarten mehr haben. Denn neben der alten Sporthalle soll krisenbedingt nun auch die benachbarte Dreifachsporthalle für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine genutzt werden.

Nach Angaben der Stadt führt offenbar kein Weg daran vorbei, dem BSV auf unbestimmte Zeit auch die zweite Halle zu nehmen. „Die enormen Flüchtlingszahlen zwingen uns zu Notmaßnahmen“, so Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer. Für die Verantwortlichen des Roxeler Sportvereins kam die Nachricht laut Geschäftsführer Thomas Freisfeld, ziemlich überraschend. Trotz des sicherlich unerwarteten Verlusts auch der zweiten Sporthalle zeigt sich der Roxeler keineswegs verbittert. Es handele sich um eine „humanitäre Notsituation“, signalisiert er Verständnis.

Unterstützung durch Sportvereine in anderen münsterischen Stadtteilen erhofft

Der BSV werde alles in seiner Macht Stehende tun, um das Sportprogramm aufrechtzuerhalten, versichert Freisfeld. Man werde versuchen, möglichst viele Angebote am Laufen zu halten. Dabei hoffe und freue sich der Verein auf Unterstützung durch Sportvereine in anderen münsterischen Stadtteilen sowie natürlich durch das städtische Sportamt.

Als in der vergangenen Woche publik wurde, dass die alte Sporthalle zur Unterbringung von Kriegsflüchtlingen genutzt und dementsprechend eingerichtet werde sollte, hatten sich die Verantwortlichen des Roxeler Sportvereins gegenüber Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus durchweg kooperativ gezeigt: „Wir als BSV Roxel werden unser Möglichstes tun, um die Stadt dabei zu unterstützen, Menschen in Not zu helfen“, stellten Freisfeld und Vorstandsmitglied Anke Lilienbecker – wie berichtet – unmissverständlich klar. Und daran dürfte sich, so lässt der BSV-Geschäftsführer durchblicken, auch im Zeichen der nun veränderten Situation wenig ändern, auch wenn es dem Verein zweifelsohne unerwartete Probleme beschert.

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