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Roxeler Kreuzbund-Selbsthilfegruppe trifft sich wieder

Austausch im Botanischen Garten

Münster-Roxel

Die Zeit des lediglich digitalen Austauschs ist bis auf Weiteres vorbei: Die Teilnehmer der Roxeler Kreuzbundgruppe freuen sich darüber, sich endlich wieder real gegenüberstehen zu können.

Gruppensitzung: Unter freiem Himmel im Botanischen Garten kann sich die Roxeler Selbsthilfegruppe des Kreuzbunds wieder treffen. Foto:

Die Corona-Pandemie ist insbesondere für suchtkranke Menschen eine harte Zeit. Die Roxeler Kreuzbundgruppe kann ein Lied davon singen. Wie viele andere Gruppen auch, hat sie die vergangenen Monate mit virtuellen Treffen überbrückt. Das war durchaus hilfreich, ersetzte aber keine realen Treffen mit Gesprächen von Mensch zu Mensch. Umso größer ist die Freude, dass man sich wieder real treffen kann. Die sinkenden Inzidenzzahlen machen es möglich.

Die Kreuzbundgruppe Roxel ist gleich in ihr Sommerprogramm durchgestartet: Wie schon in den Vorjahren trifft sie sich wieder jede Woche im Botanischen Garten. In gesunden Zeiten tausche man sich in einer Selbsthilfegruppe über seine Sorgen und Nöte aus. „Und weil geteiltes Leid halbes Leid ist, hilft das tatsächlich“, erläutert Dieter Babetzky, Leiter der Roxeler Kreuzbundgruppe, in einer Pressemitteilung.

Angebote richten sich auch an die Angehörigen

Die Treffen aller Selbsthilfegruppen des Kreuzbund-Stadtverbands seien über Monate in der zuvor gewohnten Weise nicht möglich gewesen. Hinzu sei noch soziale Isolierung und damit die erhöhte Gefahr eines Rückfalls in alte Verhaltensmuster gekommen. Gerade während der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, wie wichtig Selbsthilfegruppen für suchtkranke Menschen und vor allem für deren Angehörige seien. Die Suchterkrankung Einzelner betreffe immer die ganze Familie. Deshalb richteten sich die Angebote des Kreuzbunds nicht nur an Betroffene, sondern genauso auch an die Angehörigen, so Babetzky weiter.

Treffen unter Palmen

Und weil Anfragen von Angehörigen seit Beginn der Pandemie spürbar zugenommen hätten, habe der Stadtverband des Kreuzbunds eine Fortbildungsveranstaltung für die Gruppenverantwortlichen organisiert. Einen ganzen Tag lang seien sie durch Dr. Matthias Schubring von der Klinik für Suchtmedizin in Hörstel geschult worden. Die Ergebnisse sollen nun in die Gruppenarbeit der Kreuzbundgruppen einfließen. Diese treffen sich in verschiedenen Pfarrheimen, nur die Gruppe aus Roxel trifft sich im Botanischen Garten. „Dort sitzt man tatsächlich unter Palmen und, weil die Treffen außerhalb der Öffnungszeiten stattfinden, ist Verschwiegenheit gewährleistet“, sagt Leiter Dieter Babetzky. Vor dem ersten Gruppenbesuch empfehle sich eine Kontaktaufnahme mit der Leitung – für den Besuch der Roxeler Gruppe sowieso, denn sonst finde man den Eingang in den Botanischen Garten nicht.

Gruppenabende sind kostenlos und unverbindlich

Infos zu Erreichbarkeit der einzelnen Gruppen gibt es auf der Internetseite www.kreuzbund-muenster.de. Der Besuch ist jederzeit möglich, die Teilnahme am Gruppenabend kostenlos, unverbindlich und an keinerlei Voraussetzungen gebunden, für die Betroffenen nicht und auch nicht für die Angehörigen. Als Leiter des Kreuzbund-Stadtverbands sowie der Roxeler Selbsthilfegruppe ist Dieter Babetzky unter  0151 / 10 71 74 16 oder per E-Mail (info@kreuzbund-muenster.de) zu erreichen.

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