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„Deutschsommer“ der Stiftung Mitmachkinder findet in Roxel statt

„Ein intensives Lernprogramm“

Münster-Roxel

Der Deutschsommer Münster der Stiftung Mitmachkinder geht in die sechste Runde. 36 Kinder aus 18 Grundschulen nehmen in diesem Jahr teil. 16 verschiedene Nationen sind im Deutschsommer 2022 vertreten. Das dreiwöchige Sprachcamp richtet sich an Drittklässler aus Münster, unabhängig davon, ob Deutsch deren Erst- oder Zweitsprache ist.

Von Annegret Lingemann

Auch Münsters Sozial- und Stiftungsdezernentin Cornelia Wilkens (r.) zählte zu den Offiziellen, die Einblick in den „Deutschsommer“ der Stiftung Mitmachkinder gaben. Foto: ann

Meistens sind Schulhöfe in den großen Sommerferien, verglichen mit der übrigen Zeit des Jahres, etwas verwaist. Nicht so der Pausenhof und das Ballspielareal an der Mariengrundschule in Roxel. Dort herrscht ein fröhliches Miteinander von 36 Kindern aus 18 Grundschulen Münsters – zumindest vormittags in den ersten drei Wochen der Ferien.

Es sind Drittklässler, die hier am „Deutschsommer“ der Stiftung Mitmachkinder teilnehmen und spielerisch ihren Wortschatz der deutschen Sprache erweitern, ihre Lese-und Rechtschreibkompetenz stärken sowie sprachliche und kulturelle Barrieren überwinden sollen. Es sind „Ferien, die schlau machen“, sagt die Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Frankfurt am Main, die seit 2007 der Kooperationspartner bei der Durchführung ist und Material stellt.

16 Nationen sind vertreten

„Der Deutschsommer ist durchaus ein intensives Lernprogramm“ erklärt Markus Mitschke, Leiter der kommunalen Stiftungen. Angemeldet werden die Kinder von ihren Grundschullehrerinnen und Grundschullehrern, wenn diese den Bedarf erkennen. 16 Nationen sind vertreten, bei etwa einem Drittel der Kinder ist Deutsch die Muttersprache.

Am Anfang steht ein Sprachtest, damit die Kinder ihrem Vermögen nach in vergleichbare Gruppen – mit farblich gleichen Kappen – eingeteilt werden oder gegebenenfalls noch eine andere besondere Sprachförderung erhalten. Deutschlehrerinnen, Sozialpädagoginnen und eine Theaterpädagogin, die alle an ihrem himmelblauen T-Shirt erkennbar sind, arbeiten Hand in Hand. Sie staunen nicht selten, wie schnell und motiviert Kinder Aufgaben bewältigen und sich sozial integrieren.

Eine Erfolgsgeschichte

Es ist eine Erfolgsgeschichte, wie der Sprachtest nach Ende des Deutschsommers bisher ebenso gezeigt hat wie die Dokumentation zum Sozialverhalten. „Die positiven Rückmeldungen der Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer bestätigen das“, betonte Sozial- und Stiftungsdezernentin Cornelia Wilkens. Manchmal habe sich daraufhin der Übergang zum Gymnasium eröffnet.

In diesem Sommer wird noch ein Zoobesuch auf dem Programm stehen – für einige Kinder vielleicht der erste in ihrem Leben. Zudem werden die Kinder Szenen aus „Ronja Räubertochter“ aufführen. Dazu sind dann natürlich auch die Eltern eingeladen, die ohnehin bei diesem Projekt kooperieren.

Martina Kreimann, Projektleiterin der Stiftung Mitmachkinder, ist dankbar, dass das Projekt großzügige Unterstützung von der Stiftung Piepenhorst und von der Westfalen-Gruppe erhält. „Zur Aufführung stellen wir gern unser Forum, die historische Maschinenhalle, zur Verfügung“, sagte André Stracke von der Geschäftsleitung der Westfalen AG. „Wir begrüßen dieses Projekt und haben es von Anfang an unterstützt.“

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