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Ratsfrau Doris Feldmann schreibt AFG-Veranwortlichen

„Gemeinsames Handeln dringend nötig“

Münster-Roxel

Die Vize-Vorsitzende der münsterischen SPD-Ratsfraktion ärgert sich über den Gegenwind, den eine mögliche Roxeler Gesamtschule aus Havixbeck und Billerbeck erhält. Das teilte sie den dortigen Verantwortlichen jetzt schriftlich mit.

Thomas Schubert

Doris Feldmann, SPD-Ratsfrau Foto: Christoph Steinweg/SPD

Der Schulleiter der Havixbecker Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) und deren Schulpflegschaftsvorsitzender haben digitale Post von Doris Feldmann erhalten. In der unserer Zeitung vorliegenden E-Mail bringt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der münsterischen SPD-Ratsfraktion deutlich ihren Unmut darüber zum Ausdruck, dass die AFG-Verantwortlichen derzeit – wie berichtet – gegen eine mögliche Gesamtschule in Roxel verstärkt und gezielt Front machen.

Sie sei irritiert darüber, dass man die Schülerschaft in Havixbeck/Billerbeck auffordere, ein „klares Zeichen gegen einen Gesamtschule in Roxel zu setzen“, schreibt Doris Feldmann. „Fast scheint es, als würden Sie Kindern und Jugendlichen Angst machen wollen, um sie einseitig zu beeinflussen. Müsste einer solchen Aufforderung nicht zunächst ein Prozess zur Ermöglichung der Meinungsbildung vorausgehen?“

Seit 2016 setze sie sich mit der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster – und mittlerweile auch parteiübergreifend – für eine weitere städtische Gesamtschule am Standort Roxel ein. Und sie sei sicher, dass man auch an der Anne-Frank-Gesamtschule die zugrundeliegenden Argumente kenne. „Ich teile Ihre Auffassung, dass Schulentwicklungsplanung nicht an Kirchturmspitzen aufhören darf voll und ganz. Gerade deshalb kann ich es nicht verstehen, dass das Thema Gesamtschule Roxel/ Havixbeck von Ihnen gezielt zu einem Entweder-Oder -Thema gemacht wird“, so Doris Feldmann. An beiden Schulstandorten werde doch seit Jahren eine relevante und zunehmend große Zahl von Kindern abgelehnt.

Der bedarfsgerechte Ausbau von Gesamtschulplätzen in der Region müsse „ganz dringend zu einem Thema des gemeinsamen Handelns werden“, fordert die Sozialdemokratin.

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