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Roxeler Flohmarkt

Hausmeister-Kosten schmälern den Erlös

Münster-Roxel

Es gibt ihn seit mehr als vier Jahrzehnten: Der Roxeler Kinderkleider- und Spielzeugflohmarkt ist beliebt und weithin bekannt. Der Erlös kommt stets sozialen Projekten zugute.

Von Annegret Lingemann

Annelie Homann (2.v.l.) freut sich mit ihren Mitstreiterinnen Laura Grüber, Christina Niehaus und Juliane Sommer (v.l.) über die stattlichen Einnahmen von insgesamt 5305 Euro der letzten vier Flohmärkte, mit denen auch die Caritas Roxel und die Aktion Lichtblicke unterstützt wurden. Foto: ann

Der Flohmarkt unter der Leitung von Annelie Homann ist in Roxel eine Institution. Seit Jahrzehnten betreut die Roxelerin ein Team von mittlerweile 30 Helferinnen und Helfern, die insgesamt drei Mal im Jahr in der Aula der Sekundarschule Kinderkleidung und Spielzeug sowie alles „rund ums Kind“ anbieten.

Vor über 40 Jahren übernahm Homann von der damaligen SPD-Landtagsabgeordneten Anne Garbe die Organisation des Flohmarkts, der eine feste Einrichtung wurde. Der Zuspruch wuchs mit jedem Jahr und damit auch der Platzbedarf.

Das Pfarrheim wurde 2013 zu klein, heute stößt die Aula der Sekundarschule an ihre Grenze. Annelie Homann muss Verkauf-Interessenten abweisen, denn mehr als 100 Kommissionen sind nicht zu bewältigen. Der gute Ruf des Flohmarktes dringt bis nach Havixbeck, Telgte oder Greven. Sensationelle 363 Kaufinteressenten wurden beim jüngsten Flohmarkt mit 2G-Regelung gezählt.

25 Prozent vom Reingewinn werden regelmäßig an soziale Projekt gespendet, auch die Cafeteria trägt gut dazu bei. Viele helfende Hände und starke Arme – es müssen Kisten getragen sowie Tische an- und abtransportiert und aufgestellt werden – sind bei jeder Veranstaltung beteiligt.

Natürlich wird auch ein Hausmeister gebraucht – der gute Geist, wenn es irgendwo hakt. Der kostet am Wochenende Geld. Für seinen Einsatz muss an die Stadt etwa 300 Euro gezahlt werden. „Natürlich wollen wir zahlen“, sagt Annelie Homann. „Aber es ärgert mich, dass wir behandelt werden wie andere Gruppen – von der Musikschule bis zum Schützenverein, die die Aula benutzen. Diese Gruppen finanzieren sich über Mitgliedsbeiträge oder Eintrittsgelder.“

Das alles habe man nicht. Das Team arbeite ausnahmslos ehrenamtlich, „und die Einnahme geht an einen guten Zweck, die leider um diese Summe gemindert wird, wie schade. Könnte das bei den Abgabebestimmungen nicht berücksichtigt werden?“, so Homann.

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