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Jahreskonzert des Roxeler Feuerwehr-Musikkorps

Jede Menge Ohrwürmer präsentiert

Münster-Roxel

Einmal im Jahr lädt das in Roxel ansässige Musikkorps der Freiwilligen Feuerwehr Münster zum großen Konzert ein. „Let us entertain you“ lautete diesmal das Motto.

Von Sina-Marie Hofmann

Volles Haus in der Aula der Roxeler Sekundarschule: Das traditionelle Jahreskonzert des Feuerwehr-Musikkorps zog auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucher an. Foto: smh

Als Dirigent Peter Michael Westhoff seinen Taktstock erheben will, ertönt aus der hinteren Reihe des symphonischen Blasorchesters ein „Peter, warte mal bitte!“. Ein junger Mann aus dem Schlagwerk eilt in die erste Reihe und holt sich Kochlöffel. Das überraschte Gemurmel in den Zuschauerreihen verwandelte sich in lautes Gelächter: Passend zum Motto „Let us entertain you“ des Jahreskonzerts des Roxeler Musikkorps der Freiwilligen Feuerwehr Münster wurde ein kleines Schauspiel in der Aula der Friedensreich-Hundertwasser-Sekundarschule inszeniert.

Der Hintergrund wurde zu späterem Zeitpunkt aufgeklärt: Bei einem vergangenen Auftritt wurde die Box mit den Drumsticks vergessen. Als vorübergehender Ersatz mussten Kochlöffel herhalten.

Gänsehautmoment beim Konzertmarsch

Nachdem sich die Stimmung gelegt hat, schafften die 62 Musiker den ersten Gänsehautmoment des Abends mit dem Konzertmarsch „Die Sonne geht auf“. Danach stellten sich die Moderatoren vor: Musikzugführer Hannes Brockhaus und dessen Sohn Martin Brockhaus, die den Abend mit pointierten Witzen und interessanten Fakten bereicherten.

Das zweite Stück „Alcazar“, erklärte das Vater-Sohn-Duo, stamme eigentlich aus der Feder des niederländischen Komponisten Kees Vlak, der sich bewusst das Pseudonym Llano gab. „Na ja, spanische Musik von einem Niederländer wird sich auch nicht so gut verkaufen lassen“, witzelte Martin Brockhaus und kassierte einige Lacher.

Taktstock gegen diverse Instrumente eingetauscht

Bei dem dritten Stück „How to train your dragon“, tauschte Peter Michael Westhoff seinen Taktstock gegen diverse Instrumente im Schlagwerk ein und überließ dem 20-jährigen Musikpädagogikstudenten Anton Brockhaus den Platz. Dieser führte die Musiker gekonnt durch das Stück und nahm danach freudestrahlend seinen Platz am Saxofon ein. Daraufhin folgte ein weiterer Gänsehautmoment – ein Medley aus dem Musical „Les Miserables“, mit dem es geschafft wurde, das Elend der französischen Arbeiter des 19. Jahrhunderts nachzuempfinden.

Nach einem kleinen Umbau überzeugte „Saxolut“, ein aus dem Musikkorps entstandenes Saxofon-Quartett mit dem 1930er-Jahre Hit „Bei mir bistu shein“, der die ein oder anderen Füße zum taktvollen Mitwippen anregte. Danach übernahm wieder das symphonische Blasorchester mit dem „Uno-Marsch“ und dem Lied „Baba Yetu“, zu dem Hannes Brockhaus meinte: „Jetzt kommt was ganz Neues. Erstmals spielen wir ein Lied aus einem Computerspiel.“

Es folgte eine Pause, bei der sich beim Thekenteam des Jugendchors Verstärkung geholt werden konnte. Dann stellte sich ein weiteres Ensemble, das aus dem Musikkorps entstanden ist vor: die „Blaulicht Musikanten“. Diese bereicherten den Abend mit zwei Polkas und einem Walzer.

Lied „A Day of Hope“ wurde der Ukraine gewidmet

Besondere Beachtung schenkte das Musikkorps dem Lied „A Day of Hope“, das der Ukraine gewidmet wurde. Daraufhin wurden der 80er-Jahre Popsong „Total Toto“ in einer grandiosen Orchesterversion und die schwungvolle, mit zahlreichen Rhythmen-Wechseln gespickte „Perger Polka“ gespielt. Zum krönenden Abschluss spielte das Orchester passend zum Thema des Abends „Let me entertain you“ von Robbie Williams. Es folgten mehrfache Standing-Ovations und drei Zugaben. Am späteren Abend wurden dann alle Zuhörer und Musiker gut gelaunt und mit dem ein oder anderen Ohrwurm in den Abend entlassen.

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