1. www.wn.de
  2. >
  3. Muenster
  4. >
  5. Roxel
  6. >
  7. Kein Geld für den Grunderwerb

  8. >

Infos zur Roxeler Nordumgehung

Kein Geld für den Grunderwerb

Münster-Roxel

Roxels Christdemokraten dürften sich über die Auskunft wenig gefreut haben: Das Projekt „Verteilerstraße Roxel“ ist ins Stocken geraten.

Von Thomas Schubert

Läuft alles wie schon vor Jahren geplant, dann soll die Roxeler Nordumgehung diesen Verlauf nehmen, um den münsterischen Stadtteil vom starken Durchgangsverkehr zu entlasten. Foto:

Wie ist es um die seit Jahrzehnten in der Diskussion stehende und nach wie vor auf sich warten lassende Roxeler Nordumgehung bestellt? Das wollte die CDU-Fraktion der Bezirksvertretung (BV) Münster-West von der Stadtverwaltung wissen. Deshalb brachten die Christdemokraten einen entsprechenden Antrag ins Gremium ein. Bei dessen jüngster Sitzung gab es dazu nun eine Sachstandsinformation. Aus dieser geht hervor, dass nach wie vor ein mehr oder minder dickes Fragezeichen hinter der Roxeler Ortsumgehung steht: Der notwendige Grunderwerb stockt.

Zur Planung der Nordumgehung – im Verwaltungsjargon „Verteilerstraße Roxel“ genannt – sei bereits im Jahr 2009 ein Bebauungsplan beschlossen und parallel dazu ein verkehrstechnischer Entwurf erstellt worden, lässt die Verwaltung die BV West wissen. Im vergangenen Jahr habe das Amt für Immobilienmanagement den überwiegenden Teil der privaten Grundstücksbesitzer angeschrieben, deren Flächen für den Bau der Nordumgehung benötigt werden. Dabei sei es darum gegangen, „deren grundsätzliche Veräußerungsbereitschaft zu klären“. Es habe einige Gespräche gegeben, die mit unterschiedlichem Erfolg durchgeführt worden seien. Einige hätten coronabedingt auch nicht stattfinden können.

Keine Finanzmittel bereitgestellt

Der Grunderwerb für die Nordumgehung solle – ebenso wie der Erwerb für Wohnbaupotenzialflächen in Roxel – mit Priorität betrieben werden, stellt die Verwaltung in ihrer schriftlichen Stellungnahme klar. Allerdings seien die dafür erforderlichen Finanzmittel bei den städtischen Etatberatungen nicht bereitgestellt worden. Sie seien „in zukünftige Jahre geschoben“ worden. Dennoch beabsichtige die Stadt, bereits begonnene Grundstücksverhandlungen nach Mittelverfügbarkeit fortzusetzen und diese insbesondere dort, wo es einen Zusammenhang mit möglichen Wohnbauflächen gebe, zum Abschluss zu bringen.

„Sobald die Möglichkeiten zum Grunderwerb geklärt sind, können die weiteren Planungen aufgenommen werden“, erläutert die Verwaltung.

Sei dies der Fall, dann könne auch das von der CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Münster-West geforderte Verkehrskonzept für die Zeit nach dem erfolgten Bau der „Verteilerstraße“ erstellt werden. Die dafür notwendigen Planungen wolle die Verwaltung dann parallel zur den weiteren Planungen für die Nordumgehung aufnehmen, „da beide Planungen in einem engen inhaltlichen Zusammenhang stehen“.

Startseite