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Vierköpfiges Seelsorgeteam mit Gottesdienst ins Amt eingeführt

Neustart in der Pfarrei St. Liudger

Münster-Roxel

Die Pfarrei St. Liudger hat nach etlichen Monaten der Vakanz wieder einen leitenden Pfarrer: Zusammen mit drei weiteren neuen Seelsorgern stellte Timo Holtmann sich in Roxel den Gemeindemitgliedern vor.

Von Annegret Lingemann

Das neue Seelsorgeteam bei der Einführungsmesse in St. Pantaleon (v.l.): Pater Tomichan Mattathiveliyil, Kaplan Jonas Hagedorn,Pastoralreferentin Angela Bulitta, Pfarrer Timo Holtmann sowie Subsidiar Martin Sinnhuber und Stadtdechant Jörg Hagemann Foto: ann

Ein schöner Herbsttag – so zeigte sich der Sonntagnachmittag zur Einführungsmesse der neuen Seelsorger der Pfarrei St. Liudger. Chrysanthemen, Herbstastern, Physalis und Eichenlaub leuchteten im weichen Nachmittagslicht der St.-Pantaleon-Kirche und schufen eine warme Atmosphäre. Wenn jedem Anfang, wie der Dichter Hermann Hesse meint, ein Zauber innewohnt, dann war er hier zu spüren. Denn es war ein Beginn, ein Neustart in schwieriger Großwetterlage der fusionierten katholischen Großpfarrei.

Zu Beginn der Messe zogen in festlichen Uniformen die Bannerabordnungen aus den vier Pfarreigemeinden St. Pantaleon, St. Anna, St. Ludger und St. Stephanus in die Kirche ein. Stadtdechant Jörg Hagemann begrüßte die Gemeindemitglieder und dankte zudem allen haupt- und ehrenamtlich Tätigen für ihren Einsatz während der Vakanz wichtiger Ämter.

Eine Menge Motivation gefordert

Dem neuen Seelsorgeteam, bestehend aus Pfarrer Timo Holtmann, Kaplan Jonas Hagedorn, Pater Tom (wie Pater Tomichan Mattathiveliyil aus Indien mit Rücksicht auf unsere Sprechgewohnheit genannt werden möchte) sowie der Pastoralreferentin Angela Bulitta wünschte er für den Start Mut und Zuversicht. Eine Menge Motivation der Beteiligten sei jetzt gefordert. Hagemanns Rede wurde durch den Schwächeanfall eines Messdieners unterbrochen – ein Vorfall, der glücklicherweise ohne schwerwiegende Folgen blieb.

Ein Bibeltext, in dem Jesus einem Blinden das Augenlicht zurückgibt, wurde gewissermaßen der „Schleifstein“, an dem jeder der Neuen rhetorisch seine Klinge schärfen beziehungsweise sein individuelles Verständnis darlegen konnte. Angela Bulitta fragte sich, wenn das Leben durch die Begegnung mit Jesus verändert werden könne, ob man für diese Veränderung überhaupt mutig genug sei. Jonas Hagedorn wiederum erkannte den christlichen Auftrag, an „Unsichtbaren“ nicht vorbeizugehen. Pater Tom sah darin, dass ein Mensch ohne Jesus nichts, also gewissermaßen blind ist.

Kraftvolle Initialzündung

Für Pfarrer Timo Holtmann waren die Worte von Jesus an den Geheilten besonders wichtig: „Habe Mut! Steh auf!“ Diesen Ruf sieht er als das Kernstück der Seelsorge und zugleich als eine Art Weckruf, eine kraftvolle Initialzündung für seine neue Arbeit als leitender Pfarrer von St. Liudger.

Musikalisch begleitet wurde die Messe vom Projektchor unter der Leitung von Felicitas Gerwin am Klavier. Nach den Fürbitten begrüßte der Kirchenvorstandsvorsitzende Rolf Klein das neue Seelsorgeteam. Die anstehenden Aufgaben beschönigte er nicht, versprach aber, gemeinsam am gleichen Strang zu ziehen, um Lösungen zu finden.

Am gleichen Strang ziehen

Unter anhaltendem Beifall gab es von der St.-Stephanus-Gemeinde für den neuen Pfarrer Brot und Salz und von St. Anna ein Regencape, unter dem Holtmann am kommenden Wochenende bei Bedarf geschützt eine organisierte Radtour durch alle vier Gemeindeteile einschließlich kurzer Kirchenbesichtigungen unternehmen will.

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