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Roxel

Sonnenstrom für 15 Haushalte

Thomas Schubert

Münster-Roxel - „Wir sind Nutznießer dieser Installation“, sagt Benjamin Müller, kommissarischer Leiter der Droste-Hauptschule. „Wir freuen uns, dass wir an diesem Projekt teilnehmen dürfen.“ Auf dem Dach der Roxeler Schule wurde in dieser Woche eine Photovoltaikanlage installiert, die im Jahr prognostizierte 40 789 Kilowattstunden Strom liefern soll. Dabei handelt es sich um eine Kooperation der Stadt mit der international tätigen Genossenschaft „fairPla.net“, die 140 000 Euro in das Projekt investiert.

Anfang dieser Woche wurde mit der Installation der aus 219 Solarmodulen bestehenden Anlage auf dem Flachdach der Droste-Hauptschule begonnen. Gestern wurde sie fertiggestellt. Läuft alles nach Plan, dann wird die Solarstromanlage Ende kommender Woche in Betrieb gehen. „Auf jeden Fall aber noch in diesem Monat“, unterstrich im Gespräch mit den WN gestern Sabine Terhaar vom Vorstand der in Münster ansässigen Genossenschaft. Diese hat sich globalen Klimaschutz, die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien und die Bekämpfung von Armut auf die Fahnen geschrieben.

Der Kontakt zur Roxeler Schule kam über das städtische Amt für Immobilienmanagement zustande, das „fairPla.net“ bereits andere Standorte für Solarstromanlage gegen Mietentgelt zur Verfügung gestellt hat - so unter anderem auch am Ludwig-Erhard-Kolleg, an der Clemensschule sowie am Pascal-Gymnasium. Für die Anlage auf dem Dach der Droste-Hauptschule wurden auf rund 1000 Quadratmetern Dachfläche 300 Quadratmeter Solarmodule installiert. Die erwartete Stromausbeute reicht laut Sabine Terhaar aus, um zehn bis 15 Vier-Personen-Haushalte mit Energie zu versorgen. Der Ausstoß von 26 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) soll damit vermieden werden.

„fairPla.net“ speist den produzierten Strom gegen Entgelt ins Netz der Stadtwerke ein. Der Stadt Münster zahlt die Genossenschaft während der erwarteten 20-jährigen Betriebszeit der Photovoltaikanlage eine jährliche Dachflächenmiete von 430 Euro.

„Klimaschutz muss international gestaltet werden“, lautet eine der wichtigsten Forderungen von „fairPla.net“. Die Genossenschaft, der auf vier Kontinenten rund 740 Mitglieder aus elf Nationen angehören, will zum Schutze des Weltklimas Brücken zwischen reichen und armen Ländern schlagen. „Brückenschläge im Kleinen, nämlich zwischen dem neuen Photovoltaikprojekt und dem Schul- und Unterrichtsgeschehen, sollen nun an der Droste-Hauptschule gestaltet werden“, unterstreicht Sabine Terhaar.

„Mit den Schülerinnen und Schülern werden wir das Thema Nachhaltigkeit weiter vertiefen. Die neue Anlage auf dem Dach ist ein toller Aufhänger dafür“, sagt Hauptschulleiter Müller. Im Unterricht könne künftig praxisnah über Klimaschutz und regenerative Energien diskutiert werden. Ein Display, das in absehbarer Zeit in der Droste-Hauptschule installiert werde, solle zudem fortwährend Auskunft darüber geben, wieviel Energie die Solaranlage produziere.

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