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Jahreshauptversammlung des SC Westfalia Kinderhaus

Sportverein mit Sorge vor Lockdown

Münster-Kinderhaus

Der SC Westfalia Kinderhaus blickt mit großer Sorge auf die kommenden Wochen. Viele Mitglieder befürchten, dass es wieder zu einem Lockdown kommen könnte. Dabei waren die vergangenen Monate durchaus erfolgreich.

Von Joel Hunold

Auf der Jahreshauptversammlung ehrte die Vereinsspitze auch wieder eine Reihe verdienter Mitglieder. Foto: Westfalia Kinderhaus

Mehr als 500 neue Mitglieder hat der SC Westfalia Kinderhaus nach dem Ende des Lockdowns hinzugewinnen können. So lautet das durchaus positive Fazit, welches Magnus Hömberg, erster Vorsitzender des Sportvereins, bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung zog. „Das ist sehr erfreulich. Es gibt ein Bedürfnis danach, Sport im Verein zu machen“, sagte Hömberg im Gespräch mit unserer Redaktion.

Dabei war der Rückblick auf das Jahr insgesamt gemischt. Monatelang durften die Vereinsmitglieder schließlich nicht aktiv sein: „Sport im Verein ist mehr als Bewegung“, sagt der Vorsitzende. Nach einem belebten Sommer und Herbst machen sich die Auswirkungen der aktuell wieder stark ansteigenden Infektionszahlen bemerkbar. Auf der Jahreshauptversammlung waren dann auch „so wenige Mitglieder wie noch nie.

Corona wurde als Hauptabsagegrund genannt“, sagt Hömberg. Dennoch wurde angeregt über mehrere Punkte diskutiert, etwa über den geplanten Bau einer Photovoltaik-Anlage, der schlussendlich einstimmig von den Anwesenden beschlossen wurde. „Zwei Angebote stehen in der engeren Auswahl. Zwischen denen werden wir uns bald entscheiden“.

Nistkästen und Wildblumenwiese

Positiv hob Hömberg mehrere Aktionen des Sportvereins abseits der Sportplätze hervor. Zum einen stellte der Verein schon zu einem frühen Zeitpunkt der Pandemie dessen Räumlichkeiten als Testzentrum zur Verfügung.

Daneben hatte sich die Mädchen-Fußballabteilung des Vereins dafür eingesetzt, dass neben dem Kunstrasenplatz mehrere Obstbäume gepflanzt und Nistkästen aufgehängt wurden. Zudem wurden mehrere Wildblumenwiesen und rankpflanzen entlang des Ascheplatzes angelegt.

Die abschließende Genehmigung des Haushaltsplans für das kommende Jahr nannte der Vorsitzende ein „Orakel“. „Niemand weiß, wie das kommende Jahr aussehen wird. Bekommen wir womöglich wieder einen Lockdown?“ Die Sorge, dass das Vereinsleben wieder zum Erliegen kommen könnte, ist sowohl bei den Verantwortlichen als auch bei den Mitgliedern da.

„Insbesondere der Freizeitsport wird daran zu knabbern haben“, sagt Hömberg.

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