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Sprakel

Graffiti-Malerei auf dem Bauernhof

Marion Fenner

Münster-Sprakel - Tolle großformatige Bilder zu malen, nicht mit dem Pinsel, sondern mit der Sprühdose - dazu waren Kinder im Alter von sieben bis elf Jahren eingeladen. Das Kinder- und Jugendzentrum Outlaw aus Sprakel hatte dazu anlässlich seines offenen Ferienprogramms auf den Hof Janning eine farbenfrohe Aktion organisiert.

Dort durfte nach Herzenslust gesprayt werden - allerdings mit einer Einschränkung: Die Bilder sollten anschließend auf den zur Verfügung stehenden Leinwänden zu finden sein.

An diesem Projekttag nahm auch der Graffiti-Beauftragte der Stadt Münster, Frank Ahlmann, teil. „Mit dieser Aktion möchten wir nicht nur die Kreativität der Kinder fördern und ihnen einen unvergesslichen Ferientag bereiten, sondern auch erklären, wann und wo Graffiti erlaubt sind“, erklärte Sebastian Geeraedts, Leiter des Sprakeler Jugendzentrums. Ahlmann erläuterte den Jungen und Mädchen, dass wildes Sprayen eine Sachbeschädigung und damit auch eine Straftat ist, die Folgen haben kann. Deshalb sollten alle, die Spaß an der Sache haben, ihre kleinen Kunstwerke immer auf Flächen aufbringen, auf denen Sprayen erlaubt sei. Nur so könne mit den Ergebnissen auch anderen eine Freude bereitet werden.

Wie das aussehen kann, das zeigte Profi-Sprayer Bennet Grüttner den Kindern, der den von Jugendlichen restaurierten Bauwagen des Jugendzentrums besprühte. Keine wilden Motive, sondern Blumen, Palmen und - auf besonderen Wunsch von Sebastian Geeraedts - noch eine Hängematte, zieren jetzt das Äußere des Wagens. „Mit solchen Bildern können Sprayer auch Graffiti-Gegner mit ihrer Arbeit überzeugen“, erklärte Ahlmann. „Wir möchten Graffiti nicht verteufeln, sondern in legale Bahnen lenken.“

Die Bilder der Nachwuchskünstler konnten sich sehen lassen. „Das unendliche Bunt“ hatten Denny (8) und Thorben (9) ihr Werk genannt, bei dem sie fast jede Spraydose zum Einsatz brachten. Megan und Adelina hatten gleich mehrere Bilder gemalt.

Ganz zum Schluss gab es für einen kleinen Jungen ein großes Problem. Sein rund zwei Meter hohes Bild gefiel ihm so gut, dass er es noch am selben Tag unbedingt in seinem Zimmer aufhängen wollte. Doch mit dem Fahrrad war die Mitnahme unmöglich. Schweren Herzens überließ er den Transport Mitarbeitern des Jugendzentrums und wird das Bild in den nächsten Tagen nun mit seinen Eltern abholen.

» Nächste Woche geht es am 26. April von 15 bis 17 Uhr mit Schmuck-Basteln im Jugendzentrum, Im Draum 34 b, weiter. Am 27. April beginnt um 17 Uhr ein Doppelkopfturnier, gekocht wird am 28. April ab 17 Uhr und für den 29. April können sich Sechs- bis 20-Jährige für den Kletterwald Ibbenbüren (Kosten: 12 Euro) anmelden, ' 20 75 941.

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