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Baubeschluss fällt im Juni

Plan für Sprakels neue Grundschule steht

Münster-Sprakel

Klassenräume, Sporthalle, Mensa: In Sprakel soll eine komplett neue Grundschule entstehen. Jetzt stehen Entwurf, Kosten und Zeitplan fest.

wn

Sprakel bekommt eine neue Grundschule. Foto: dpa (Symbolbild)

Sprakel soll eine komplett neue Grundschule bekommen: Nach dem Errichtungsbeschluss 2018 und dem darauffolgenden Architekturwettbewerb wurde die Planung für die zweizügige Grundschule mit Zweifachsporthalle aus Kostengründen überarbeitet. Nun steht der aktuelle Entwurf samt Zeitplan: Im Frühjahr 2022 soll der Neubau laut einer städtischen Pressemitteilung starten, die Stadt Münster investiert rund 19,5 Millionen Euro, die Fertigstellung ist für Frühjahr 2024 geplant. Nach den nun vorliegenden Plänen soll im Anschluss auch die Grundschule in Albachten neu errichtet werden.

2019 wurde im Wettbewerb mit großer Mehrheit der Entwurf des Büros Reinders Architekten aus Osnabrück prämiert. "Der Entwurf hat vor allem durch sein städtebauliches Konzept überzeugt. Ein Beispiel ist der Pausenhof, der außerschulisch auch als Stadtteilplatz genutzt werden kann", erläutert Immobiliendezernent Matthias Peck.

Kosten für Schule gestiegen

Die im Anschluss durchgeführte Detailplanung ergab, dass sich der Neubau nicht mehr im Rahmen der Kostenschätzung aus dem Jahr 2018 von knapp 14 Millionen Euro aus dem Errichtungsbeschluss realisieren lässt. "Allein aufgrund der Baukostensteigerung entstehen rund 2,8 Millionen Euro ungeplante Kosten. Hinzu kommen neue Anforderungen, die beim Errichtungsbeschluss noch nicht absehbar waren – zum Beispiel die Umsetzung des Digitalpakts samt Ausstattung oder die multifunktionale Nutzung aller Räume", fährt Peck fort. In einem intensiven Prozess mit dem Architekturbüro sei eine Neuplanung entwickelt worden, die wirtschaftlicher sei, aber dennoch allen Ansprüchen an den Neubau gerecht werde.

Eine moderne Grundschule für Sprakel wird im Neubaugebiet nördlich der Landwehr entstehen. Schulgebäude und Sporthalle verbindet ein überdachter Trakt. Foto: ReindersArchitekten BDA

Im Vergleich zum Wettbewerbsentwurf wurde unter anderem die Fläche um etwa 480 auf nun 3.200 Quadratmeter reduziert, im Schulgebäude entfallen die geplanten Galerien, und die großzügige Verglasung an der Sporthalle wird verkleinert. "Wie geplant wird das zweigeschossige Schulgebäude in U-Form errichtet mit Innenhof und überdachtem Verbindungstrakt zur Sporthalle", teilt die Stadt mit. Bei Bedarf könne die Schule zur Dreizügigkeit erweitert werden – dann käme ein eingeschossiges Gebäude hinzu.

Schuldezernent Thomas Paal führt aus: "Die acht Unterrichtsräume mit den Differenzierungs- und Betreuungsräumen sind in Clustern angelegt und bieten mit den integrierten Lerninseln eine besondere pädagogische Qualität. Zentrum des Gebäudes ist das tieferliegende Forum, das zusammen mit dem Foyer multifunktional genutzt werden kann und auch dem Stadtteil Sprakel offensteht". Mensa und Küche im Erdgeschoss seien bereits für eine Dreizügigkeit ausgelegt. Die Entscheidung über den Baubeschluss soll am 23. Juni im Rat getroffen werden.

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