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50 Jahre Interessengemeinschaft Bahnhof

Von Emden ins Ruhrgebiet mit Zwischenstopp in Sprakel

Münster-Sprakel

Es gab einmal eine Zeit, in der der Sprakeler Bahnhof noch ein richtiger Bahnhof war. Und auch an die Ära der Dampflokomotiven erinnert sich Manfred Teigelkamp, der mit seinen ehemaligen Bahnhofskollegen regelmäßigen Kontakt pflegt.

Von Claus Röttig

Sie sind auch heute noch eine eingeschworene Gemeinschaft, auch wenn ihr Arbeitsplatz schon seit 1981 geschlossen ist: Die Mitglieder der Interessengemeinschaft Bahnhof Sprakel. Foto: Claus Röttig

Er wurde zwar schon 1981 geschlossen, doch noch immer sind die Erinnerungen an den Bahnhof bei Manfred Teigelkamp und seinen Mitstreitern der Interessengemeinschaft Bahnhof Sprakel sehr präsent. „Wir hatten schon damals eine unglaubliche Kollegialität, daraus ist dann eine Freundschaft entstanden“, erinnerte sich Teigelkamp anlässlich des 50. Jahrestages der Interessengemeinschaft.

Er habe selber noch eine ganze Weile die Ära der Dampflokomotiven miterlebt, seinerzeit sei Sprakel noch ein wichtiger Bahnhof gewesen. „Damals führte die Strecke aus dem Ruhrgebiet nach Emden. Aus dem Norden kam Eisenerz für die Hütten, aus dem Ruhrgebiet das Koks“, so der überzeugte Eisenbahner.

"Wir waren viel unterwegs"

Damals habe man sich dazu entschieden, den Kontakt im Kollegenkreis noch weiter zu intensivieren. „Es gab dann ein Sommerfest, das wir immer als Schützenfest ausgerichtet haben“, erinnerte sich Teigelkamp. Auch die Frauen seien immer willkommen gewesen, auch bei den zahlreichen Ausflügen. „Wir waren viel unterwegs, natürlich meist stilecht mit der Bahn. Aber auch im Bus“, so der Senior.  Da sei es mal nach Hamburg gegangen, aber auch in die Holsteinische Schweiz oder nach Strasbourg. „Wir haben aber auch immer Ausflüge auf den Weihnachtsmarkt oder Radtouren veranstaltet.“

Nach der Schließung des Bahnhofes wurden die Kollegen zwar auf andere Dienststellen verteilt, doch die Freundschaft habe gehalten. „Durch Corona können wir allerdings momentan keine Fahrten veranstalten. Aber dennoch treffen wir uns momentan alle zumindest regelmäßig“, freute sich Teigelkamp. Das solle auch so weitergehen.

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