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Konzert von „The Bluesanovas“ auf den Kulturwiesen trotz Regens gut besucht

Starke Rhythmen und viel Groove

Alverskirchen

Sie zeigen, wie zeitlos der Blues ist, wenn man ihn erfrischend modern spielt: „The Bluesanovas“ begeisterten mit ihrer exzellenten Show das Publikum auf den Kulturwiesen. Auch der heftige Regen konnte ihnen nichts anhaben. (Ihr) Blues ist halt bodenständig und nicht aus Zucker.

Von Marion Bulla

Die fünf Jungs von „The Bluesanovas“ spielten mit ihrem heißen Blues gekonnt gegen den kalten Regen an. Foto: Marion Bulla

Die Meteorologen hatten es vorausgesagt: Das Wetter wird am Sonntagabend nicht Open-air-tauglich sein. Und sie behalten recht. Die Organisatoren Thomas Deipenbrock zeigen sich aber sehr flexibel und schaffen kurzerhand 200 beschirmte Plätze. Diejenigen, die nicht so geschützt sitzen können, haben selbst mit Regenschirmen und Decken privat vorgesorgt. Nur wenige Kulturfreunde lassen sich von den äußerlichen Bedingungen abhalten, um ein Konzert erleben zu können, dass auf ganz hohem Niveau gespielt wird.

Brillanter Gitarrist: Filipe de la Torre von "The Bluesanovas". Foto: privat

Die Band „The Bluesanovas“, das sind Melvin Schulz, Filipe de la Torre, Nico Dreier, Tim Kirschke und Philipp Dreier, wurde mehrfach ausgezeichnet, gewann die German Blues Challenge 2019 und war Halbfinalist der International Blues Challenge in Memphis 2020. Sie gelten also schon lange nicht mehr als Geheimtipp und bieten einen ausgezeichneten Vorgeschmack auf die neue Generation des Blues.

Shouter im Glitzersakko

Am Sonntagabend zeigen die fünf Musiker aus Münster ihr Können auf herausragende Weise. Besonders Sänger Melvin Schulz-Menningmann gibt alles. Er singt im schwarzen Glitzersakko mit großer Hingabe. Seine ausdrucksstarke Stimme kommt sehr gut gegen den Regen (bei den meisten Stücken schüttete es geradezu wie aus Kübeln) an. Das Publikum ist entzückt.

Allem Regen zum Trotz: "The Bluesanovas" begeisterten mit ihrem bodenständigen Blues und ihrem mitreißenden Sound. Foto: privat

Zunächst sind es langsame Bluesstücke, die das Publikum mit viel Applaus belohnt. „Die Leute sind außer Rand und Band. Es hält keinen mehr auf den Stühlen. Ich glaube, wir können mit dem Gedudel aufhören.

Stimmungswandel

Ein guter Zeitpunkt für etwas Fetziges“, ruft Melvin Schulz-Menningmann und stimmt „Kiss me Baby“ an. „Sie müssten sich jetzt Bild vor ihrem geistigen Auge malen“, richtet Shouter Schulz das Wort an das Publikum. „Stellen Sie sich vor, ein Schneesturm in den französischen Pyrenäen. Im Tonstudio sitzen die Bluesanovas. Es ist nachts um halb eins und ein Song fehlt. Der Whisky ist alle. Oh, wir hatten den Blues“, erinnert der Sänger sich und dann folgt das konstruktive das Ergebnis dieser Nacht: der fulminante „Devils Blues“.

Gut beschirmt

Nicht nur Besucherin Sabine Bonnemann strahlt den Regen weg: „Es ist so toll hier. Wir sind große Fans der Band und finden die Kulturwiesen super.“ Sie sitzt gemeinsam mit Christian Reichert und Dillon Parker unter einem großen Schirm und genießt den Abend.

Zusammengekuschelt geniessen auch diese Bluesfans das Konzert von "The Bluesanovas". Foto: privat

Jüngst hat haben „The Bluesanovas“ eine neue Platte eingespielt. „Wir wissen aber noch nicht, wie die heißt. Corona kam dazwischen“, bemerkt Schulz. Mit „I don‘t believe“ präsentiert die Band einen Song daraus.

Und nicht nur bei ihrer mitreißenden Neufassung von BB King`s „Night Live wippen die Regenschirme passend im Takt.

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