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Gemeinsam hilft besser

Starkregen stärkte Freundschaften

Münster-Kinderhaus

DerZusammenhalt während der Starkregen-Katastrophe war groß. Und das half allen in der Not. Deswegen feiern die Nachbarn am Keplerweg und an der Adolf-Reichwein-Straße jedes Jahr ein kleines Fest am Jahrestag der Starkregen-Katastrophe: Auf die Freundschaft und auf die aktive Nachbarschaft.

Siegmund Natschke

Die Nachbarschaft Keplerweg/Adolf-Reichwein-Straße mit Günter Korves (r.) erinnerte sich an den Starkregen von 2014. Foto: Siegmund Natschke

„Vor fünf Jahren saßen wir hier alle zusammen“, erinnert sich Günter Korves. Es war Montag, der 28. Juli 2014, ein sintflutartiger Regen ging über Münster und Kinderhaus nieder. Innerhalb von nur sieben Stunden fielen fast 300 Liter Regen pro Quadratmeter auch in Kinderhaus.

Die gesamte Nachbarschaft Keplerweg / Adolf-Reichwein-Straße war ohne Strom. Der fiel während des Unwetters relativ schnell aus.

Nach genau fünf Jahren, sind das nur noch Erinnerungen, die bei einem Nachbarschaftsfest am Sonntagabend ausgetauscht wurden.

„Niemand hatte damit gerechnet“, sagt Korves. Plötzlich kamen die Regenmassen, die aber umso stärkere Folgen hatten. Die Häuser in der Umgebung waren alle ohne Strom. Geistesgegenwärtig half Günter Korves mit einem Notstromaggregat und verhinderte so Schlimmeres.

Weil auch die Küchen durch den Starkregen unbrauchbar geworden waren, traf man sich am nächsten Tag noch einmal zum Grillen. Jeder brachte etwas mit. Gegenseitige Hilfe war selbstverständlich. Denn: Das Unglück habe die Nachbarschaft zusammengeschweißt, meint der 62-Jährige, obwohl die Verbindungen auch schon vor der Unwetterkatastrophe eng gewesen seien.

Seit dem Starkregen 2014 trifft man sich jedes Jahr, um bei einem Nachbarschaftsfest das Ereignis Revue passieren zu lassen. Immer dabei: Ein Buch, in dem viele Zeitungsartikel zu dem Thema eingeklebt worden sind.

Günter Korves ist stolz auf seine Nachbarschaft: „Die hält auch weiterhin gut zusammen.“

Auch in den nächsten Jahren wolle man sich wieder am 28. Juli treffen, kündigte Günter Korves an.

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