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Heereslazarett, Leprosorium und Hofstelle

Tag der Offenen Denkmals auch in Münsters Norden 

Münster-Nord und -West

Erinnern im öffentlichen Raum ist wichtig. Die Entdeckungsreisen zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag (11. September) sind ein idealer Tipp um alleine, mit Freunden oder Familie die nähere Umgebung zu erkunden.

Von Peter Sauer

Haus Rüschhaus kann man auch doppelt sehen. Foto: Peter Sauer

Sie bergen Geschichte und Geschichten: Einige spannende Denkmäler öffnen am Sonntag (11. September) auch in Münsters Norden und Westen wieder ihre Pforten für all jene, die neugierig sind auf Orte, die viel zu erzählen haben und auf Menschen, die die sich dort gut auskennen. Denn es ist Tag des Offenen Denkmals.

Manche haben sich sicher schon gefragt, warum die Hautklinik des Universitätsklinikums Münster so ein prunkvolles Eingangsgebäude mit Park und Springbrunnenanlage hat. 250 Meter lang ist der Prunkbau – und eine der repräsentativsten Militäranlagen aus der Zeit des Dritten Reichs in Münster. Die britischen Streitkräfte nutzten das Gebäude nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1992 als Militärhospital. Heute befindet sich dort die Klinik für Hautkrankheiten. Ulrich Gietzen lädt um 16.30 ein zur Führung „Heilkräfte der Natur – auf Spurensuche im ehemaligen Heereslazarett.“ Treffpunkt: Von-Esmarch-Straße 58, Beginn der Auffahrt.

Blick hinter dicke Mauern

Wo gerade das neue Oxford-Quartier für Leben, Wohnen und Arbeiten entsteht, stand früher die Oxford-Kaserne. heute noch gut erkennbar an dem großen Mauerwerk am Eingang des riesigen Geländes. Um 14.30 und 16.30 Uhr werfen Klaus Küper und Franz-Josef Neutzler einen Blick hinter die Mauern, auf die Flakartillerie-Kaserne im Wandel. Treffpunkt ist der Haupteingang an der Roxeler Straße 340. Das Wachgebäude der ehemaligen Flakartillerie-Kaserne zeigt die besonderen Gestaltmerkmale des Denkmals: hoher Natursteinsockel, Putz und markante Traufdetails.

Einblicke ins Leprahospital Kinderhaus

Um 15 und und 16.30 Uhr folgt Dr. Christopher Görlich mit Gästen den Spuren des ehemaligen Leprosoriums (Leprosenhaus) in Kinderhaus 15. Das 1326 erstmals erwähnte Leprosorium versteckt sich noch heute in Teilen hinter Mauern. Auffällig ist die zugemauerte Durchreiche. Die Leprakranken konnten mit einer Klapper auf sich aufmerksam machen, um zum Beispiel etwas zu essen zu bekommen.

Auf Haus Coerde warten am 11. September nicht nur Geschichte(n) und Spätklassizismus auf die Besucher, sondern auch einige Künstler und ein Sommerfest. Foto: Karola Wiedemann

Um 11, 12, 13.30, 14,30 und 15.30 Uhr geht es auf Haus Rüschhaus – bei begrenzter Teilnehmerzahl – um Annette und Johann Conrad. An gleicher Stelle (Am Rüschhaus 81) gibt es um 11, 13 und 14.30 Uhr um „Deep Work: Schreiben und Coden“. Autorinnen des Schreibprojekts laden zur digitalen Sonderausstellung ein.

Früher Heeresverpflegung heute Stadtarchiv

Um 12 Uhr zeigt Holger Bosch am Treffpunkt An den Speichern 6 in Coerde das „Archiv mit Gleisanschluss“. Früher stand hier das Heeresverpflegungshauptamt.

Um 11 und 14 Uhr veranschaulicht Heike Müller an der Coermühle 50 die neue Nutzungen einer Hofstelle des Spätklassizismus (1860/70) durch Künstler – mit Herrenhaus, Ökonomie und Kornscheune. Die Werkstätten haben bis 15 Uhr geöffnet. Es gibt ein Sommerfest mit Kaffee und Kuchen..

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