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Neues zum Umbau am Gescherweg

Übergangsheimat für das MuM

Münster-Gievenbeck

Die Sorge war groß: Wo bleiben das Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum sowie der Jugendtreff Toppheide zwischen Abriss und Neubau? Jetzt gibt es gute Nachrichten.

Von Margaux de Poortere

Haben eine gute Übergangslösung für das MuM und den Jugendtreff Toppheide gefunden: Wohn- und Stadtbau-Geschäftsführer Stefan Wismann (v.l.), Sozialarbeiter Roland Kober vom Jugendtreff, die Pädagogische Leitung Karen Paterson und Vorständin Yvonne Plöger vom MuM sowie Bezirksbürgermeister Münster-West Jörg Nathaus.

„Es war kein einfacher Prozess“, sagt Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus, mit Blick auf die Umzugsturbulenzen des für viele wichtigen „Mehrgenerationenhauses und Mütterzentrums“. Dem MuM drohte kurz vor dem Einzug in den Neubau am Gescherweg Anfang 2023 für mehrere Monate plötzlich die Obdachlosigkeit (wir berichteten).

Grund für die Unruhe war der vorzeitige Abriss des Gebäudes fast ein halbes Jahr früher als geplant, aufgrund dort nistender Fledermäuse und Mauersegler – verheerende Konsequenzen hätten daraus entstehen können, wie Yvonne Plöger, Vorständin des MuM, herausstellt: „Da das MuM und unsere 15 Teilzeitkräfte aus standortgebundenen Projektmitteln finanziert werden, waren wir sehr nervös, als sich abzeichnete, womöglich für mehrere Monate keinen Standort zu haben.“

Übergangsstandort

Glücklicherweise ließ sich diese Sorge nun endgültig aus dem Weg räumen. So konnte durch das schnelle Handeln der MuM-Mitarbeiterinnen sowie dank der tatkräftigen Unterstützung vor allem der Stadt und der Wohn- und Stadtbau endlich ein Übergangsstandort gefunden werden: Ab dem 1. Oktober heißt die Freie Evangelische Gemeinde (FEG) das MuM bis zum Umzug in den Neubau willkommen.

Wohn- und Stadtbau-Geschäftsführer Stefan Wismann (v.l.), Sozialarbeiter Roland Kober von Jugendtreff, Pädagogische Leitung Karen Paterson und Vorständin Yvonne Plöger vom MuM sowie Bezirksbürgermeister Münster-West Jörg Nathaus. Foto: Margaux de Poortere

„Es wäre einfach zu schade gewesen, wenn die vielfältigen Angebote und Aktivitäten des MuMs monatelang hätten unterbrechen werden müssen, bietet das MuM doch so vielen Menschen und Familien eine hilfreiche und Beziehung stiftende Anlaufstelle, auch wenn uns für die ganze Bandbreite an Angeboten in dieser Zeit die personellen Kapazitäten fehlen“, so Henning Klöckner.

Der Gemeindeleiter der FEG ist glücklich, das MuM mit dieser Zwischenlösung unterstützen zu können. Eine weitere positive Nachricht gibt es auch für den ebenfalls im alten Gebäude bisher beherbergten Jugendtreff Toppheide: Der zieht übergangsweise in das Fachwerk am Arnheimweg, wo es künftig eine Art „Projektzentrale“ geben soll.

Smart City

„Wir haben uns dazu entschieden, den Übergangszeitraum kreativ zu nutzen und gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt und der Stabstelle ‚Smart City‘ in Gievenbeck analoge wie auch digitale Beteiligungsformen für Jugendliche durchzuführen und diese mit ihnen gemeinsam für die Zukunft auszuprobieren“, fasst Roland Kober, Sozialarbeiter im Bereich Jugendarbeit zusammen.

Nicht zuletzt soll der Jugendtreff dadurch an Mobilität gewinnen, und durch die von der Wohn- und Stadtbau finanziell unterstützten Transporter in dieser Zeit vor Ort weiterhin auch mobil zur Verfügung stehen.

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