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Übertragung statt Ausschreibung?

Moldrickx-Baugebiet: Neustrukturierung als Optimierung

Münster-Kinderhaus

Auf dem Areal der ehemalige Moldrickx-Gärtnerei wird endlich gebuddelt. Doch die Investorenausschreibung soll wegen Personalknappheit in der Verwaltung erst im zweiten Quartal 2023 erfolgen.

Von Peter Sauer

Ratsfrau Babette Lichtenstein van Lengerich schlägt eine Neustrukturierung für das neue Moldrickx-Quartier (Baugebiet Langebusch) vor. Foto: isa

Damit Bewegung in das Baugebiet zugunsten künftiger Bewohner kommt: Ratsfrau Babette Lichtenstein van Lengerich schlägt eine Neustrukturierung für das neue Moldrickx-Quartier (Baugebiet Langebusch) vor. Sie hat dazu Kämmerin Christine Zeller angeschrieben.

Das neue Moldrickx-Quartier. Foto: Oliver Werner

Ihr Vorschlag: Alle Grundstücke für Mehrfamilienhäuser sollen nicht mehr für die Bebauung ausgeschrieben werden, sondern an die Wohn- und Stadtbau übertragen werden. Als Grundlage dient ein Ratsbeschluss.

Die Vorlage zur Übertragung der Grundstücke im Wert von 50 Millionen Euro wird laut Babette Lichtenstein van Lengerich für den Herbst erwartet. „Ich könnte mir auch gut vorstellen, das ganze Areal Moldrickx an die Wohn- und Stadtbau zu übertragen.“

Konstanz im Wohnungsmarkt als ein Ziel

Welche Vorteile hätte diese Umstrukturierung? „Somit könnte Konstanz im Wohnungsmarkt erzielt werden“, sagt Lichtenstein van Lengerich, „und der derzeitigen Mietpreisexplosion könnte nachhaltig entgegengewirkt werden.“

Alle Gewächshäuser sind verschwunden: Nichts erinnert jetzt mehr an die alte Gärtnerei Moldrickx. Foto: Katrin Jünemann

Die Ratsfrau wird konkreter: „Würde beispielsweise mit den 14 Grundstücken für Mehrfamilienhäuser im Baugebiet Langebusch so verfahren, könnte man auf die längst überfällige Investorenausschreibung verzichten, zeitgerecht bebauen und den versprochenen Bezugstermin halten.“ Gerade für die eher einkommensschwächere Bevölkerung in Kinderhaus wäre dies sehr wichtig: „Nur so können auf Dauer moderate Mieten garantiert werden.“

Örtlicher Besitzer statt auswärtiger „Heuschrecke“

Zudem sei die Wohn- und Stadtbau durch andere Objekte mit den Begebenheiten im Stadtteil gut vertraut. Negative Erfahrungen mit anonymen Immobilienfonds seien dagegen vor Ort noch sehr präsent.

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