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Erwin Löhr malt ein Bild zum Pfingstfest

Von ungeheurer Energie

Münster-Hiltrup

Passend zum Pfingstfest präsentiert der Hiltruper Künstler Erin Löhr ein Bild mit dem Titel „Geistsendung“. Von einer laufenden Ausstellung in Dortmund hat er Ungeheuerliches zu berichten. Offenbar sind seine Bilder sehr begehrt.

Erwin Löhr in seinem Atelier. Foto: Grottendieck

Auch mit 86 Jahren ist der Hiltruper Künstler Erwin Löhr auf erstaunlich vielen Feldern unterwegs. Im Hiltruper Museum wird er in Kürze die erste Ausstellung nach dem Lockdown gestalten. In Dortmund beteiligt er sich an einer Ausstellung unter freiem Himmel vor der Kulisse des Industriedenkmals Phoenix West. Doch dort gibt es einen Vorfall, der auch ihn überrascht hat.

Außerdem macht er passend zum Pfingstfest auf ein gemaltes Bild aufmerksam, das er „Geistsendung“ nennt. Löhr stellt sich die Apostel als Versammlung von Alleingelassenen vor. Sie sind nochmals zusammengekommen, um über die vielen aufsehenerregende Ereignisse und die revolutionäre Botschaft Jesu zu reden. Doch guter Rat war teuer. Wie sollten sie die Botschaft weitertragen? Was sie jetzt brauchten, war ein spiritueller Schub. Tatsächlich, plötzlich wussten sie, was zu tun war. Eine drängende Energie erfüllte die Gemeinschaft. Ein heilsamer Sturm war aufgekommen. Das dargestellte Bewegungsgefüge sei einem Unwetter, einem von ungeheurer Energie geprägten Sachverhalt vergleichbar, erläutert Löhr sein Bild der Geistsendung.

Jedoch nicht der Pfingstgeist und auch nicht die Frühjahrsstürme mitten im Mai haben ihre Spuren an den Löhrschen Bilder hinterlassen, die in der Dortmunder Ausstellung unter freiem Himmel zu sehen sein sollten. Von den vier Löhr-Bildern am Zaun einer alten Industrieanlage wurden zwei gestohlen. Es handelt sich um Dorfidyllen aus dem lippischen Land. Der Ärger ist groß. „Kunst zu klauen ist keine Kunst“, sagen die Künstler. Es werde daran gearbeitet, in Kürze für Ersatz zu sorgen, berichtet Erwin Löhr.

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