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Vorrang für öffentlichen Nahverkehr

Aktionsbündnis will Ampelanlage am Drostenhof

Münster-Wolbeck

Das Aktionsbündnis „Wolbeck jetzt!“ macht weiter Druck in Sachen Ortskerngestaltung: Konkret fordert sie einen Verkehrsversuch mit einer Ampelanlage am Drostenhof. Busse sollen die Ampel fernsteuern können.

Derzeit ist die Straße Am Steintor am Drostenhof für Abrissarbeiten komplett gesperrt – das Aktionsbündnis „Wolbeck jetzt!“ könnte sich an dieser Stelle einen Verkehrsversuch vorstellen. Foto: mlü

„Beachtlich!“ – so war laut Tanja Brandenfels die Resonanz auf die in unserer Zeitung veröffentlichte Visualisierung der Bürgerinitiative „Wolbeck jetzt!“. Die Grafik zeigt eine mögliche Umgestaltung des Wolbecker Ortskerns. „Aber wir stehen immer noch ganz am Anfang mit unserer Initiative, Sofortmaßnahmen zur Veränderung der Verkehrssituation im Ortskern anzustoßen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Ein Thema liegt Brandenfels und ihren Mitstreitern besonders am Herzen: „Wir wollen alles daran setzen, dass in Wolbeck zeitnah ein Verkehrsversuch gestartet wird, um mögliche Maßnahmen zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs in der Praxis zu erproben.“ Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Möglichkeiten, dem öffentlichen Nahverkehr Vorrang zu gewähren.

Ungehinderter Busverkehr trotz Engpass

„Es ist für uns gesetzt, dass Busse den Ortskern weiterhin befahren müssen. Menschen, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind oder diese freiwillig nutzen, sollen künftig nicht schlechter gestellt werden, als dies derzeit der Fall ist. Und letztendlich profitieren auch die lokalen Gewerbetreibenden von Zu- und Ausstiegsmöglichkeiten entlang der gesamten Münsterstraße. Deshalb ist neben der grundsätzlichen Durchfahrbarkeit für Auto-Verkehr ein ungehinderter Busverkehr zwingend erforderlich für einen weiterhin lebendigen Ortskern.“

Laut Brandenfels seien sogar Verbesserungen im Vergleich zur aktuellen Situation möglich: „Es gibt ja bereits einige sehr praktikable Ideen in Richtung eines Verkehrsversuchs. Der Vorschlag, den wir favorisieren, ist derjenige mit einer Ampelanlage am Engpass entlang des Drostenhofs, die von Bussen per Funk angesteuert werden kann. Solche technischen Lösungen sind bereits vielerorts in Betrieb und praxiserprobt.“

Vorrang für Busse

Dadurch könne, so Brandenfels, gewährleistet werden, dass Begegnungsverkehr an dieser Engstelle reibungslos geregelt, Bussen stets Vorrang vor dem PKW-Individualverkehr gewährt wird und Fahrpläne bestmöglich eingehalten werden können.

Das Stadtteilentwicklungskonzept für Wolbeck sieht ebenfalls einen Flaschenhals am Drostenhof vor, die Stadtverwaltung koppelt diese verkehrsberuhigende Maßnahme allerdings bislang an einen Ausbau der Eschstraße.

So lange will die Bürgerinitiative „Wolbeck jetzt!“ nicht warten: „Wir sind sehr zuversichtlich, dass sich mehr und mehr Wolbeckerinnen und Wolbecker unseren Ideen anschließen. Und unsere Hoffnung liegt darin, dass sich die Stadtplaner diesen Ideen dann auch nicht länger verschließen,“ so Brandenfels.

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