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Organisatoren schlagen Alarm

Ameland-Lager steht vor dem Aus

Münster-Südost.

Seit mehr als 60 Jahren veranstaltet die Kirchengemeinde St. Nikolaus eine Kinderferienfreizeit auf der Westfriesischen Insel Ameland. Doch in diesem Jahr ist es fraglich, ob es ein Ameland-Lager 2023 geben kann. Die Gründe sind vielfältig.

Der Leuchtturm der Westfriesischen Insel Ameland. Foto: dpa

Seit 1956 fahren Kinder aus Münsters Südosten mit ihrer Kirchengemeinde auf die westfriesische Insel Ameland. Ob dieses im Sommer 2023 auch so werden wird, ist fraglich. Gleich mehrere Herausforderungen stellen sich derzeit für die Organisatoren des Amelandkomitees St. Ida:

Das Quartier: Auf Ameland gibt es immer weniger Höfe, die Ferienlager beherbergen. Der Hof de Kampen, fast 40 Jahre „Heimat“ des Ferienlagers, wurde im Jahr 2018 zu Apartments umgewandelt. Alternativen zu finden gestaltete sich in den Folgejahren schwierig, zumal die noch zur Verfügung stehenden Höfe von den langjährigen Stammgästen aus anderen Gemeinden auf Jahre im Voraus belegt sind.

Es fehlen Ehrenamtliche

Die Ehrenamtlichen: Im Augenblick fehlen Zusagen für Lagerleitung und Küchenteam. Den Aufwand, zwei Wochen des eigenen Urlaubs und viele weitere Stunden in der Vor- und Nachbereitung aufzubringen, scheuen viele, doch ohne dieses ehrenamtliche Engagement ist ein Ferienlager nicht durchführbar.

Vor diesem Hintergrund ist es zum jetzigen Zeitpunkt fraglich, ob es ein Amelandlager 2023 geben kann. Eine Entwicklung, die die Mitglieder des Amelandkomitees sehr bedauern, hängt doch bei allen Beteiligten viel Engagement und Herzblut am Ameland-Lager.

Infos bei Berthold Sanders, Jugendreferent und Leiter des offenen Kinder- und Jugendtreffs St. Ida (sanders-b @bistum-muenster.de).

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