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Gestaltung des Spielplatzes Weinbergweg im Baugebiet Am Steintor/Petersheide

Anwohner wünschen sich echten Quartiersplatz

Münster-Wolbeck

Im Bebauungsplan für das Wohngebiet Am Steintor/Petersheide war von einem Quartiersplatz die Rede – gebaut wird jetzt aber nur ein Spielplatz. Gewünscht werden ein Bouleplatz, Balanciergeräte für Ältere oder ein gemeinsamer Ort zum Feiern.

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Im Baugebiet auf dem ehemaligen Lancier-Gelände sind längst die ersten Bewohner eingezogen. Foto: Andreas Hasenkamp

Die Architekturskizzen von neuen Gebäuden oder Wohnquartieren sehen oft umwerfend aus. Auf den Bildern scheint grundsätzlich die Sonne, überall laufen fröhliche Menschen herum. Aber wenn die Häuser erst einmal stehen, stellt sich die dargestellte Lebendigkeit nur selten automatisch ein. Dafür braucht es schon mehr.

Genau darum geht es jetzt einem Anwohner des neuen Baugebietes Am Steintor/Petersheide. Die ersten Häuser sind bezogen, die Kita hat ihren Betrieb aufgenommen. Demnächst soll im Herzen der Wohnsiedlung eine Freifläche mit einem Spielplatz und einer Grünanlage gestaltet werden. In den Bebauungsplänen wurde dieser zentrale Ort am Weinbergweg mit dem blumigen Begriff „Quartiersplatz“ beworben. Das Wort weckt Assoziationen von einem sozialen Zentrum, mit dem sich die Menschen der Petersheide identifizieren können. Die Realität kann damit nicht ganz mithalten: Geplant ist bislang lediglich ein Spielplatz. Der ist zwar unersetzlich für die Kinder (und baurechtlich notwendig), aber nicht unbedingt ein Ort für generationenübergreifende Begegnung.

Reinhard Ittermann ist einer der ersten Bewohner des neuen Baugebietes. Maßgeblich waren er und seine Frau am Aufbau eines gemeinschaftlichen Wohnprojekts am Hoffmannweg beteiligt. Er kritisiert diese Entwicklung und fordert, aus dem Spielplatz einen echten Quartiersplatz zu machen. „Es fehlen Spiel- und Begegnungsmöglichkeiten für Erwachsene, zum Beispiel ein Bouleplatz, Balanciergeräte für Ältere wie an der Werse in Albersloh, ein Grillplatz und ein gemeinsamer Ort zum Feiern.“ In einem Brief an den Bezirksbürgermeister und die Bezirksvertreter schreibt er: „Für Münsters Südosten bietet sich hier die Gelegenheit, innerhalb der Stadt Zeichen zu setzen und den vielzitierten sozialen Belangen wirklich Rechnung zu tragen.“

Auf der Freifläche, um die es geht, wird derzeit Erde gelagert, die noch zur Verfüllung der Lärmschutzwand verwendet werden soll. Eigentlich sollte bereits im vergangenen Jahr eine Ideenbörse für den geplanten Spielplatz angeboten werden. Corona hat dem einen Strich durch die Rechnung gemacht.

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