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VfL Wolbeck 

Auch sonntags ist der Bufdi auf dem Platz

Münster-Wolbeck

Der erste Bufdi des VfL Wolbeck war Jannis Rott, im Dienst 2020 bis August 2021. Der aktuelle ist Lennard Blees. Unsere Zeitung hat sich mit beiden unterhalten.

Von Andreas Hasenkamp

Jannis Rott (l.) war der erste Bufdi beim VfL Wolbeck. Den Verein kannte er bereits, weil er viele Jahre als Trainer tätig war. Lennard Blees ist der aktuelle Bufdi. Foto: anh

Gleich zwei Bufdis, also Bundesfreiwilligendienstleistende beim Fußball-Verein VfL 1910, kommen zum Gespräch am Rasenplatz, obwohl der Verein nur über eine Stelle verfügt. Der erste Bufdi des Vereins überhaupt war Jannis Rott, im Dienst 2020 bis August 2021, der aktuelle ist Lennard Blees. Dass beide kommen, ist schon Indiz für ein besonderes Engagement.

Rott war vorher schon beim VfL, hatte einige Trainer-Jahre auf dem Buckel, als der Jugendgeschäftsführer Bernd Fischer mehr im Scherz die Option Bufdi ins Spiel brachte. Daraus wurde Ernst, ein eiliger Antrag, eigentlich schon zu spät, mit vielen Anforderungen an den Verein – denn es braucht acht Ansprechpartner für den Bufdi im Verein. Rott und Fischer schafften es, Blees hatte es leichter.

Immer im Einsatz

Morgens um Zehn oder später geht es los, berichtet er. Das richte sich je nach den anfallenden Arbeiten. Die reichen vom Sichten, Sortieren und Weiterleiten der Post bis zum Vorbereiten und Durchführen des Trainings. Das führt einen VfL-Bufdi auch mal in die Grundschule. Dort fand sich nämlich eine Mädchen-Fußball-AG, die trainiert werden wollte. Einige haben sich inzwischen dem Verein angeschlossen.

Bundesfreiwilligendienst

Was ohne Bufdis auch nicht oder kaum möglich wäre, ist eine erweiterte Unterstützung für die Eltern. Wenn die für die samstäglichen Spiele der Kinder kommen, zeigt ein Bufdi, wo alles ist und wie es funktioniert, damit die Versorgung mit Kaffee und Kuchen ins Rollen kommt. Häufig seien sie auch sonntags noch am Platz, erzählen die beiden und meinen, so besonders sei das nicht. Fußball sei eben ein Hobby. Die Zeit könne man sich gut selbst einteilen, nach Bedarf.

Stelle ist noch offen

Weit weg von Wolbeck führen die verpflichtenden Seminarblöcke. Die umfassen allgemeine Grundlagen nicht zuletzt zum Durchführen von Training und bringen die Bufdis mit anderen aus NRW zusammen. So sollen sich auch Netzwerke bilden. Dann ist es kurz vor sechs Uhr, Jannis Rott muss aufbrechen: eine neu zusammengestellte Mannschaft trainiert der Ex-Bufdi.

Während die Jungs in der Hitze erste Runden drehen, überlegt er, wie man trotz der nur einen verfügbaren Platzhälfte Flugbälle trainieren kann. Das schaut sich auch Lennard Blees an.

Die Nachfolge für die Bufdi-Stelle beim VfL Wolbeck ist noch offen.

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