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Corona verhagelt Veranstaltungsbilanz

Briefwahl bei „Kultur vor Ort“

Münster-Wolbeck

Der Verein „Kultur vor Ort“ wählt seinen Vorstand derzeit per Briefwahl. Auch darüber hinaus hat die Pandemie Spuren hinterlassen: Zahlreich Veranstaltungen mussten im Verlauf vergangenen Monate abgesagt werden.

Andreas Hasenkamp

Hans Rath (v.l.), Peter van Bevern und Rolf Müller präsentieren Plakate von drei der sieben ausgefallenen Veranstaltungen des Vereins Kultur vor Ort Wolbeck. Foto: Andreas Hasenkamp

Die Vorstandswahlen im Verein „Kultur vor Ort“ sind fällig, so will es die Satzung. Eine digitale Lösung für die nötige Mitgliederversammlung hatten der Vorstand um Rolf Müller, Hans Rath und Peter van Bevern jedoch verworfen. Noch sind nicht alle Mitglieder ausreichend dafür ausgestattet, das zeige der Blick auf die Zahl derjenigen, die der Vorstand nicht per E-Mail anschreiben kann. Nämlich etwa 20 der etwa 150 Mitglieder.

So erhielten die Mitglieder von „Kultur vor Ort“ stattdessen einen Brief mit einem Stimmzettel. Erster Punkt: Entlastung oder Nichtentlastung des Vorstands. Zweiter Punkt sind die Kandidatinnen und Kandidaten: Peter von Bevern tritt für das Amt des Vorsitzenden an, Werner Rückamp kandidiert für den Posten des Schatzmeisters, Gertrud Wohlthat als Schriftführerin und als Kassenprüfer Tanja Brandenfels und Johannes Pittelkau. Unbesetzt bleibt der Posten des zweiten Vorsitzenden. Zuvor hatte der Vorstand Gelegenheit geboten, weitere Kandidaten vorzuschlagen. Es seien keine eingegangen. Die Briefwahl läuft; nach Mittwoch (26. Mai) wird ausgezählt.

Altgediente treten nicht an

Zwei Altgediente treten nicht erneut an. Hans Rath war acht Jahre lang im Vorstand, Rolf Müller elf. „Uns hat die Arbeit im Vorstand viel Spaß gemacht. Wir freuen uns schon darauf, die künftigen Veranstaltungen als Zuschauer zu genießen.“

Der Rückblick auf das vergangene Jahr fördert fast ausschließlich Ausgefallenes zutage. Nur drei Konzerte konnten stattfinden. Zwei mit dem Trio Conjak und „Music of the Streets“ mit Michael Mühlmann. Sie waren alle gut besucht, zählten im Schnitt 93 Besucher.

Ausgefallene Veranstaltungen

„Ausgefallen“ im Sinne von „ungewöhnlich“ für den Verein waren zwei Veranstaltungen. Organisatorisch begleitete man ein Programm für Kinder: Don Kidschote trat im vergangenen August zweimal auf der Wiese hinter der Feuerwache auf. Christoph Bäumer, Veranstalter von Don Kidschote, hatte für Wolbeck einen Ansprechpartner gesucht und im Verein gefunden. Im April gab es ein einstündiges Open Air-Ereignis am Achatius-Haus: Dudelsackspieler Klaus Oestreich zog ein, es gab Blumensträuße für das Pflegepersonal und für Gäste und für Bewohner ein Geschenk – das sei sehr gut angekommen in einer von Isolation geprägten Zeit. Die Bewohner hätten das Geschehen von ihren Balkonen aus verfolgen können; den Dudelsackspieler im Schottenrock und mit einigen irischen Trinkliedern.

Nicht empfangen konnte man auch die Studierenden der Musikhochschule; der Verein entschloss sich zu einer Spende.

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