Gottesdienst in Gemeinde St. Nikolaus

Das Singen war für viele eine Freude

Münster-Wolbeck

Fast schon zu gut war das Wetter beim Open-Air-Gottesdienst zu Fronleichnam in der Gemeinde St. Nikolaus Münster. Im Garten des ehemaligen Pfarrhauses versammelten sich die Gläubigen bei schönstem Sonnenschein mit Pfarrer Thomas Schulz.

Bei strahlendem Sonnenschein feierte die Gemeinde St. Nikolaus im Garten des ehemaligen Pfarrhauses Gottesdienst. Foto: Andreas Hasenkamp

Eine Prozession musste erneut entfallen. Es durfte aber – wie schon am Pfingstmontag – im Freien wieder gesungen werden. Vielen war das eine Freude, das war gut zu hören, wenn auch kaum zu sehen – Masken waren auch unter freiem Himmel Pflicht, und es war für Abstand gesorgt. Die zwei Kommunion-Verteiler suchten die Gläubigen an ihren Plätzen auf. Die Kapazität von 100 wurde längst nicht ausgeschöpft; 73 Menschen hatten sich bis zum Vorabend angemeldet.

Fürbitten konnten auch Teilnehmende einbringen, was rege genutzt wurde: Zu den Anliegen zählten Kraft, Trost und Beistand, Verantwortung für Mensch und Natur, die Einheit der Kirche, für jene, die einen geliebten Menschen verloren haben. Thomas Hermes warb für die in einem halben Jahr anstehenden Pfarreiratswahlen.

Bedürfnis nach mehr Nähe

An die Messdiener und somit an viele Kinder und Jugendliche erinnerte der Pfarrer, an deren starkes Bedürfnis, sich ganz normal mit Freunden zu treffen, ohne Maske und Abstände. Eine der letzten Handlung Jesu sei das gemeinsame Feiern des Abendmahles gewesen. Zum Christsein gehöre Essen, Trinken, Feiern, und auf das Wort Gottes zu hören. So seien Menschen „Mit-Brötler“, mit denen man das Brot teilt, mithin „Kumpane“, im Unterschied zu Eigen-Brötlern. Das verband sich mit „gesegnete Mahlzeit“: Damit erinnerte Gerlinde Kersting an den Ursprung des heute vielfach üblichen Ausspruchs „Mahlzeit“.

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