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Svenja Schulze bei „Wolbeck fragt“

Der Ministerin auf den Zahn gefühlt

Münster-Wolbeck

Bezahlbarer Wohnraum und Umweltpolitik: Beim der Veranstaltung „Wolbeck fragt“ diskutierten zahlreiche Besucher mit Bundesministerin Svenja Schulze.

-anh-

Sie stellte sich sehr vielen Fragen nicht nur zur Umwelt: Bundesumweltministerin Svenja Schulze mit Moderator Rainer Wagner. Foto: Hasenkamp

Diese Folge des Formats „Wolbeck fragt“ im Achatiushaus galt der Frage: „Ist unser Planet noch zu retten?“ und hatte eine Ex-Praktikantin des Hauses als Haupt-Sprecherin: Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die wieder für Münster in den Bundestag gewählt werden will.

Weniger CO2 durch Mobilität, Gebäude und Industrie sei dringend. So müssten auch Kitas umgebaut werden, „alle“: „Ich sage Ihnen auch vor der Wahl: Das wird viel Geld kosten“, aber weniger als die Schäden durch Unterlassung. Bei der Umwelttechnik müsse Deutschland „aufpassen, dass wir weiter vorne mit dabei sind“, so Schulze. Solaranlagen wünscht sie „auf jedem Dach, wo es möglich ist. Jetzt ist die Zeit, zu investieren“.

Eine Frau fragt konkret nach: „Wie wollen Sie das finanzieren?“ Schulze verweist auf das Steuerkonzept der SPD.

Gut 30 Gäste sind gekommen, die Jüngsten um die Dreißig, viele im Rentenalter. Man ist politisch und in wirtschaftlichen Zusammenhängen weit über Landesgrenzen informiert. Da plädiert Schulze für weniger Abhängigkeit von einzelnen Liefer-Ländern. Nachfrage aus dem Publikum: Müsse man nicht die Globalisierung reduzieren, und würde nicht das Diversifizieren von Lieferanten Arbeitsplätze etwa in Afrika schaffen und Fluchtgründe reduzieren?

Ein anderer regte an, Geringverdienern Wohneigentum zu finanzieren. Das gehe nicht, so Schulze. Sozial geförderter Wohnungsbau für erschwingliche Mieten war mehreren ein Anliegen – konkret auf dem Gelände der Westfalen AG in Gremmendorf. Die Preise im York-Quartier seien erschreckend hoch, meinte Schulze. Boden in kommunalem und genossenschaftlichem Eigentum seien wichtige Bausteine; sie verfolgen eine „gemeinwohlorientierte Bodenpolitik“.

Direkt mit ihrem Ressort verknüpft ist die Landwirtschaft und damit Streit mit der CSU-Ministerkollegin. Die Kriterien der Förderung auf EU-Ebene solle man ändern, so Schulze.

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